Stahlbau-Profis auf dem Platz

Im Juli 2013 wurde eine neue Spielstätte im Genter Sportpark Artevelde eingeweiht. The Coatinc Company (vormals Siegener Verzinkerei Holding) war mit allen Aufgaben der Oberflächenveredelung vertraut worden und ASK Romein Malle mit dem Bau des Stahlfachwerks, auf dem heute die weitestgehend gläserne Außenfassade des topmodernen Stadions ruht.

13. Januar 2014
Bild 1: Stahlbau-Profis auf dem Platz
Bild 1: Stahlbau-Profis auf dem Platz

Im Projektverlauf veredelten und verbauten die Stahlspezialisten aus Roermond in einem rekordverdächtigen Zeitraum von 14 Wochen 23.800 m² Stahl, oft nur innerhalb eines Zeitfensters von fünf bis sieben Tagen von der Anlieferung des Materials bis hin zur Auslieferung der fertigen Bauteile auf der Genter Baustelle. Um dem hohen Termindruck beizukommen, veredelte The Coatinc Company just-in-time: Die überdimensionalen, vollwandigen Stadienbauteile wurden in Roermond SA2,5-gestrahlt und vorbehandelt. Danach wurde eine zweifache Nassbeschichtung auf die Bauteile aufgetragen.

Eingesetzt wurde als Grundierung ein 125-Mikrometer-Highbuild-Epoxy und als Deckschicht ein 75-Mikrometer-Highbuild-Polyurethan von Zandleven. „Um auch den ausgesprochen hohen optischen Ansprüchen an die Oberfläche gerecht zu werden, wurde eine ausführliche Qualitätskontrolle durchgeführt“, so Mark Bronwasser, der das Projekt seitens Coatinc Roermond (vormals Nedcoat Roermond) federführend betreute. "Bevor die Teile von uns dann verbaufertig an ASK Romein ausgeliefert wurden, sorgten wir auch für die Organisation der anspruchsvollen Logistik von unserem Werk hin zum Stadion. Die reibungslose, Just-in-time-Lieferung ermöglichte dem Team von ASK Romein eine zeitnahe Vormontage und das Zusammensetzen der gigantischen Bauteile auf dem Boden des Stadions, von wo aus diese dann hochgehoben und endmontiert wurden."

Rund 20.000 überdachte Plätze bietet die Ghelamco-Arena ihren Besuchern. Dazu kommen noch einmal diverse zu vermietende Büroräume und Nutzflächen auf über 15.000 Quadratmetern. „Bei derart umfangreichen, zeitnahen Projekten müssen alle Gewerke Hand in Hand arbeiten und dürfen sich keine Unregelmäßigkeiten erlauben“, so der technische Geschäftsführer Luc Moonen von ASK Romein. "Wir haben das anspruchsvolle Projekt von Anfang an als positive Herausforderung wahrgenommen und uns voll darauf eingelassen. Dann ist es natürlich der beste Lohn für den persönlichen Einsatz, wenn ein gemeinsamer Plan derart perfekt aufgeht.“