Stahl per App

Auf der bauma in München, der weltweit führenden Messe im Baumaschinen- und Bergbaubereich, stellt Dillinger zusammen mit seinen Tochtergesellschaften Ancofer Stahlhandel, AncoferWaldram Steelplates und Jebens Neuheiten aus seinem umfassenden Portfolio an Produkten, Liefermöglichkeiten und Services rund um Grobblech vor.

11. April 2019
Stahl per App
Stranggießanlage CC6. (© Dillinger)

Dillinger liefert jährlich rund zwei Millionen Tonnen Grobblech für hochbeanspruchte Konstruktionen in Schlüsselindustrien wie Linepipe, Offshore, Windenergie, Kesselbau, Maschinenbau, Baumaschinen oder Stahlbau. Im Baumaschinen- und Bergbaubereich vertrauen die Kunden auf Dillimax- sowie Dillidur-Stahlsorten. Höchstfest, dennoch sehr zäh und gut zu verarbeiten – diese Eigenschaften machen Dillimax zur passenden Lösung für schlank konstruierte Maschinen und Tragwerke für schwere Lasten, mit hoher Präzision und Sicherheit. Dank jahrzehntelanger Weiterentwicklung kombiniert Dillidur mit Härten bis 550 Brinell eine Kombination aus hoher Verschleißbeständigkeit und einfacher Verarbeitbarkeit.

Dillinger bietet seinen Kunden neben einem traditionell sehr breit aufgestellten Güten- und Abmessungsspektrum zusätzlich unterstützende Dienstleistungen sowie komplexe Weiterverarbeitungsschritte seiner Bleche an.

Innovation aus Tradition

Mit solchen Produkten verfolgt Dillinger den Anspruch, seinen Kunden einen Vorsprung zu geben. Die auf der diesjährigen Bauma vorgestellten Neuerungen basieren zum Teil auf der größten Stranggießanlage von Dillinger, der ›CC6‹: Seit 2017 können dort als Vormaterial für das Dillinger Grobblechwalzwerk Brammen im Stranggießformat bis 2.200 x 600 Millimeter hergestellt werden.

Die mit der CC6 gegossenen Brammen erlauben die Produktion von Blechen mit sehr großen Abmessungen und Stückgewichten, wodurch sich ein nochmals erweitertes Lieferprogramm ergibt.

Dillinger liefert jetzt thermomechanisch gewalzte Stähle mit sehr niedrigem Kohlenstoffgehalt mit Stückgewichten bis etwa 40 Tonnen. Der Verarbeiter kann dadurch doppelt sparen: Zum einen wird der Schweißprozess durch einen Verzicht oder eine starke Reduzierung des Vorwärmens gegenüber normalisierten Baustählen wirtschaftlich; zum anderen können durch die großen Stückgewichte die Längen und Breiten der Bleche nach Kundenwunsch optimiert werden, wodurch die Anzahl der Schweißnähte reduziert werden kann. Die wirtschaftlichste Schweißnaht ist keine Schweißnaht. Im aktuellen Lieferprogramm ist als Beispiel ein 150 Millimeter dicker, 4,0 Meter breiter TM-Stahl noch bis zu einer Länge von 8,4 Metern lieferbar.

Hochfeste Dillimax-Bleche sind für spezielle Anwendungen im Mining heute bis 255 Millimeter Dicke verfügbar. So können dicke Gusskomponenten in Großschaufeln durch aus Blechen geschweißte Bauteile ersetzt werden. Dies erhöht die Flexibilität bei kurzfristigen Ersatzbedarfen.

Digitalisierung im Blick

Wie in so vielen Branchen gewinnt die Digitalisierung auch in der Baumaschinenindustrie an Bedeutung. Diesen Trend begleitet Dillinger durch die Einführung der App ›E-Connect‹. Damit können eingeloggte Kunden ein Blech durch Scannen des Barcodes einfach und sicher als Dillinger-Grobblech identifizieren. Direkt auf seinem Smartphone wird dem Kunden die Ist-Analyse beispielsweise seines vorliegenden Dillimax-Bleches angezeigt. Mit nur einem weiteren Klick erhält er auf Basis dieser Analyse wertvolle Informationen zur Verarbeitung wie die optimale Abkühlzeit beim Schweißen oder die empfohlene Vorwärmtemperatur beim Brennschneiden.

Hintergrund

Die Dillinger Gruppe befasst sich mit der Koks- und Roheisenerzeugung über die gemeinsam mit der Saarstahl AG gehaltenen Tochtergesellschaften Zentralkokerei Saar und Rogesa Roheisengesellschaft Saar sowie mit dem Herstellen von Flüssigstahl und Halbzeugen. Die Grobbleche werden bei der Dillinger Hütte in Dillingen sowie bei Dillinger France in Dünkirchen erzeugt.

Bauma Stand A6.305

Erschienen in Ausgabe: 02/2019

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