Stahl für die Trans-Adria-Pipeline

Die Trans-Adria-Pipeline wird seit Mitte 2016 gebaut. Sie ist der letzte europäische Teil des 3.500 Kilometer langen südlichen Gaskorridors und wird Erdgas vom Shah-Deniz-II-Feld in das Kaspische Meer nach Europa transportieren. Die Stahlspulen für das Projekt werden bei Arcelormittal in Bremen hergestellt und dann an den Partner Corinth Pipeworks nach Griechenland verschifft, wo die Rohre produziert werden. Die Auslieferung der warmgewalzten Coils begann Ende 2015 und wird bis 2017 andauern.

04. August 2016

Zur Herstellung der warmgewalten Coils wurde Arcelormittal wegen seiner langjährigen Erfahrung in Pipeline-Stählen ausgewählt. 2011 installierte das Unternehmen die weltweit größten Hochleistungs-Schopfscheren auf seinem Warmwalzwerk. Sie ermöglichen es, dickwandige und extrem dickwandige Pipeline-Stähle herzustellen und höchsten Anforderungen gerecht zu werden.

 

18 Millimeter dicke Leitungen

Die Leitungen der Trans-Adria-Pipeline haben Wandstärken von 18 Millimeter und müssen strengen mechanischen Anforderungen und hohen Maßtoleranzen genügen. Der verwendete Stahl, X70, ist ein Highend-Material für Pipeline-Anwendungen. Der Stahl und die Mehrheit der Rohre werden in Europa hergestellt.

„Arcelormittal hat viel Erfahrung mit Öl- und Gaspipelines und gewährleistet Kundennähe, kontinuierliche technische Unterstützung und hohe Qualität. Wir sind stolz, Teil dieses wichtigen strategischen Projekts zu sein, das die europäische Energieversorgung der Zukunft sicherstellt ", sagte Stéphane Tondo, Chief Marketing Officer, verantwortlich für Öl und Gas bei Arcelormittal Europe.