Stabiler Ausblick und klares Wachstumsziel

Die SMS Group, Hersteller metallurgischer Anlagen, hat die finanziellen Ziele in ihrem Kerngeschäft bestätigt und gleichzeitig wichtige Erfolge bei ihrem strukturellen und kulturellen Transformationsprogramm erzielt.

31. Oktober 2018
Von links: Martin Aufschläger (Leiter Unternehmenskommunikation der SMS Group), Torsten Heising (CFO der SMS Group), Burkhard Dahmen (CEO der SMS Group), Prof. Dr. Katja Windt (CDO der SMS Group) und Dr. Guido Kleinschmidt (CTO der SMS Group) (Bild: SMS Group)
Bild 1: Stabiler Ausblick und klares Wachstumsziel (Von links: Martin Aufschläger (Leiter Unternehmenskommunikation der SMS Group), Torsten Heising (CFO der SMS Group), Burkhard Dahmen (CEO der SMS Group), Prof. Dr. Katja Windt (CDO der SMS Group) und Dr. Guido Kleinschmidt (CTO der SMS Group) (Bild: SMS Group))

Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung: „Wir liegen voll auf Kurs. Ziel ist 2021 ein operatives Ergebnis in Höhe von sieben Prozent, bei einem Auftragseingang in Höhe von 3,2 Milliarden Euro. Wichtigste Treiber sind vier Wachstumsfelder, ein stärkerer Fokus auf ausländische Wachstumsmärkte sowie erste Erfolge aus unserem Transformationsprogramm „Task Force 2021“. Dieses Programm umfasst mehr als 600 Maßnahmen, die interne Prozesse verbessern und höhere Investitionen in neue Geschäftsfelder ermöglichen.“

Dahmen gab im Rahmen einer Präsentation über neue Projekte und Produkte bekannt, dass das Auftragsvolumen 2018 leicht über dem Vorjahr liegen wird. Wegen der langen Laufzeiten der neuen Aufträge wird der Umsatzeffekt mit der industrietypischen Verzögerung eintreten. Nach wie vor ist die Stahlindustrie von hohen Überkapazitäten geprägt. Der Anteil großer Neubauprojekte am Auftragseingang ist spürbar zurückgegangen. Dagegen gewinnen Service- und Modernisierungsaufträge für SMS Group an Bedeutung.

Burkhard Dahmen weiter: „Deshalb treiben wir unsere Neuausrichtung voran, um unsere führende Marktstellung zu halten. Waren die Boom-Jahre geprägt von großen Neubauprojekten, bestimmen heute vor allem Modernisierungsprojekte unser Geschäft. Die Kunden brauchen eine höhere Kosteneffizienz und eine verbesserte Energiebilanz.“ SMS liefert ihnen hierfür nicht nur die Hardware, sondern auch die Automation, die Beratung und den Vor-Ort-Support, den sie brauchen.

SMS setzt verstärkt auf vier Offensiven

1. Digitalisierung: Unter der Leitung von Prof. Dr. Katja Windt, seit Anfang 2018 in der SMS-Geschäftsführung, baut das Unternehmen seine Position in der Digitalisierung aus. SMS Group hat annähernd 200 digitale Produkte im Einsatz. Ein Großteil davon wird bereits erfolgreich am Markt eingesetzt, weitere sind in der Entwicklung. Auf dieser Basis hat SMS das „Lernende Stahlwerk“ entwickelt. Ziel dabei ist die selbstständige Optimierung und Steuerung eines Stahlwerkes – basierend auf mathematischen Modellen, die in Echtzeit ausgewertet werden.

2. Weitere Wachstumschancen entstehen durch neue Geschäftsmodelle – teilweise erst ermöglicht durch digitale Technologien. So hat SMS Group bereits heute einige leistungsabhängige Verträge abgeschlossen, bei denen das Unternehmen nicht mehr für die gelieferte Hardware oder Dienstleistung bezahlt wird, sondern an dem gemeinsam festgelegten finanziellen Erfolg beteiligt ist. Leasingähnliche Modelle wie „Software as a Service“ kommen im Markt hervorragend an und werden zunehmend implementiert.

3. Service: Der Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts soll sicherstellen, dass künftig rund ein Drittel des Geschäftsvolumens im Servicebereich erwirtschaftet wird. Die lokalen partnerschaftlichen Kundenbeziehungen, das umfangreiche Portfolio eines Full-Liners entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie die jüngsten Entwicklungen ermöglichen es SMS, immer intensiver in die Anlagen und Prozesse ihrer Kunden eingebunden zu werden.

4. Unter dem Namen „New Horizon“ läuft eine Vielzahl vielversprechender Projekte, in denen SMS Group ihre Kompetenzen und ihr Know-how aus der Metallurgie in angrenzende Industrien überträgt. Zudem nutzt SMS ihren Zugang zum Markt, um neue Produkte zu etablieren. Das vielfältige Portfolio umfasst zahlreiche Produkten und Anwendungen:

• Das Kühlmittel Iltec beseitigt die Risiken, die mit der Wasserkühlung von Ofenaggregaten verbunden sind.

• Eine Pilotanlage für die Herstellung von hochreinem Metallpulver für 3D-Druck-Anwendungen wurde in Betrieb genommen.

• Die auf Schwerlastlogistik spezialisierte SMS-Tochtergesellschaft Amova hat eine disruptive, integrierte Gesamtlösung für den automatischen Umschlag von ISO-Containern in Containerhäfen entwickelt.

• Der Elektrofahrzeugboom und die Nachfrage nach Smartphones und Tablets steigert die Nachfrage nach sogenanntem „High Purity Alumina“. SMS errichtet derzeit eine Anlage, die in einem neuen Verfahren HPA kostengünstiger produziert.

• Die Anlagentechnik Urban Gold ermöglicht das wirtschaftliche Recycling hochwertiger Metalle wie Gold, Silber, Platin, Nickel und Kupfer aus Elektroschrott. Damit können bis zu 98 Prozent dieser Edelmetalle zurückgewonnen werden.

Über diese strategischen Initiativen hinaus erwägt SMS weiterhin Zukäufe von Start-ups oder etablierten Spezialisten. SMS beobachtet permanent den Markt, um in relevanten Bereichen ihr Know-how zu erweitern oder neue Geschäftsfelder zu erschließen.

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