Spitzenleistungen in der Nachhaltigkeit

Für den ganzheitlichen Ansatz – von der Arbeitssicherheit bis zur Produktion – hat Thyssenkrupp nun die höchste Auszeichnung des Weltstahlverbands erhalten. Als „Steel Sustainability Champions“ werden weltweit Unternehmen gewürdigt, die durch Ideen im nachhaltigen Handeln Spitzenwerte erreichen.

21. Mai 2018
Mehr als 44.000 Filterschläuche verbergen sich hinter dieser Einhausung: Sie sind das Herzstück der weltweit größten Tuchfilteranlage für den Sinterprozess von Thyssenkrupp. (Bild: Thyssenkrupp)
Bild 1: Spitzenleistungen in der Nachhaltigkeit (Mehr als 44.000 Filterschläuche verbergen sich hinter dieser Einhausung: Sie sind das Herzstück der weltweit größten Tuchfilteranlage für den Sinterprozess von Thyssenkrupp. (Bild: Thyssenkrupp))

Filtern von 99,99 Prozent Feinstaub

Ein Beispiel für die nachhaltige Stahlproduktion ist die Tuchfilteranlage auf dem Werkgelände im Duisburger Norden. Mit diesem weltweit größten Gewebefilter für den Sinterprozess wurde 2017 für die Luftqualität in Duisburg ein Meilenstein gesetzt. Durch mehr als 44.000 Filterschläuche werden in der modernen Anlage kleinste Staubpartikel aufgefangen – bis zu 99,99 Prozent – die beim Sintern in der Stahlproduktion anfallen.

Ob Basis-Werkstoff oder Hightech-Stahl: Sinter wird bei der Herstellung von Stahlprodukten verwendet. Aus Eisenerz und Koks wird er mit 1.200 Grad heißer Saugluft erhitzt. Dabei entsteht Staub, der mit herkömmlichen Elektrofiltern überwiegend gebunden werden kann. Mit der weltweit größten Tuchfilteranlage von Thyssenkrupp werden auch winzige Staubpartikel eingefangen und damit die Feinstaubwerte in der Umgebung der Anlage deutlich gesenkt.

Allein für dieses Projekt zur Luftreinhaltung in Duisburg hat Thyssenkrupp 46 Millionen Euro investiert. Aktuell bauen die Duisburger Experten einen weiteren Tuchfilter, der im Frühjahr 2020 in Betrieb gehen soll und ebenfalls der Umwelt zugutekommen wird.

Strom effizient verteilen

Die Spannung von Strom wird während der langen Reise vom Kraftwerk bis zur Steckdose mehrmals in Transformatoren verändert – von sehr stark bis tauglich für den Privatgebrauch. Damit dieser Vorgang verlustarm abläuft, wird eine besonders anspruchsvolle Stahlsorte von Thyssenkrupp eingesetzt: Kornorientiertes Elektroband, durch das Transformatoren besonders effizient funktionieren. Das spart Ressourcen und schont die Umwelt.

Der Arbeitsplatz passt sich an den Menschen an

Ob chronische Krankheit oder dauerhafte körperliche Einschränkung: Wenn Mitarbeiter ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht mehr nachgehen können, findet der Stahlhersteller Lösungen, um sie auf andere Weise wieder in das Arbeitsleben bei sich zu integrieren. Bei der Inklusion kommt es Thyssenkrupp vor allem auf eine selbstbestimmte und gleichberechtige Teilhabe der Mitarbeiter mit Handicap am Arbeitsleben an.

Konkret heißt das: Der Arbeitsplatz wird so gestaltet, dass der Mitarbeiter seine Kompetenzen bestmöglich einsetzen kann. Dafür werden die Arbeitsplätze auf die individuellen Fähigkeiten des Mitarbeiters angepasst. Das reicht von höhenverstellbaren Tischen und behindertengerechten Zugängen über PC-Software für sehbehinderte Menschen bis zum kompletten Umbau von Maschinen in der Produktion. Aktuell arbeiten bei Thyssenkrupp Steel rund 1.700 Schwerbehinderte (9,2 Prozent).