Spiel mit dem Feuer?

Richtlinie VDI 2579 (Entwurf): Emissionsminderung - Feuerverzinkungsanlagen

24. Mai 2007

Feuerverzinken ist ein Prozess, bei dem Bauteile aus Stahl durch Eintauchen in eine Zinkschmelze mit einem Zink­überzug versehen werden. Mit diesen Zinküberzügen werden die Erzeugnisse dauerhaft vor Korrosion geschützt. Die neu von der Kommis­sion Reinhaltung der Luft im VDI und DIN herausgegebene Richtlinie VDI 2579 gilt für Anlagen, in denen Eisen- und Stahlerzeugnisse durch Feuerverzinken gegen Korrosion geschützt werden und stellt technische Möglichkeiten zum Vermeiden, Vermindern und Erfassen von Emissionen vor. Die Richtlinie gibt Hinweise auf die Beschränkung von Emissionen und listet die nach derzeitigem Stand der Technik erreichbaren Emissionswerte auf. Der Entwurf schließt mit einer ausführlichen Anleitung zum Messen der in diesen Anlagen anfallenden Emissionen. Als Verzinkungsverfahren wird in dieser Richtlinie das Stückverzinken behandelt, wobei das Verzinkungsgut üblicherweise entfettet, dann in verdünnter Mineralsäure gebeizt, im Wasserbad gespült, mit einem Flussmittel behandelt, getrocknet und in das flüssige Zink getaucht wird. Auch weitere Verfahrensvarianten wie Nassverzinken, Schleuder-, Rohr- und Drahtverzinken werden betrachtet. Die behandelten Werkstoffe sind z. B. Bleche, Rohre, Drähte, Stahlleitplanken, Masten, Stahlkonstruktionen oder Kleinteile. Das Bandverzinken, d.h. das kontinuierliche Feuerverzinken von Bandstahl und Breitband, gehört nicht zum Geltungsbereich dieser Richtlinie. Der deutsch/englische Entwurf der Richtlinie VDI 2579 ist ab Mai 2007 zum Preis von 50,00 € beim Beuth Verlag in Berlin erhältlich. Unter der Telefonnummer +49 (0) 30 26 01 22 60 ist der Verlag in Berlin erreichbar. Einsprüche können bis zum 31.08.2007 geltend gemacht werden. Weitere Informationen sowie Onlinebestellungen sind unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de möglich.