Spiegelschneidkopf zum Laserschneiden

Laserstrahl durch Reflexion

Trumpf stellte auf der Hausmesse Intech vom 27. bis 30 April 2010 in Ditzingen einen neuen Spiegelschneidkopf vor. Im Gegensatz zum Linsenschneidkopf, ...

28. Mai 2010
Bild 1: Spiegelschneidkopf zum Laserschneiden
Bild 1: Spiegelschneidkopf zum Laserschneiden

Trumpf stellte auf der Hausmesse Intech vom 27. bis 30 April 2010 in Ditzingen einen neuen Spiegelschneidkopf vor. Im Gegensatz zum Linsenschneidkopf, bei dem der Laserstrahl die Linse durchdringt, fokussiert der Spiegelschneidkopf den Laserstrahl durch Reflexion an zwei gekühlten Spiegeln. Verschmutzungen führen daher nicht wie bei der Linse zu starker Erwärmung und Änderung der Fokussiereigenschaften. So schneidet der Spiegelschneidkopf auch bei hoher Laserleistung einwandfrei. Erhältlich ist der neue Schneidkopf für die 2D-Laserschneidanlage TruLaser 5030 in Verbindung mit dem CO2-Laser TruFlow 6000. Fokussierlinsen reagieren bei hoher Laserleistung empfindlich auf Verunreinigungen.

Daher müssen Anwender die Linsen regelmäßig reinigen, um eine hohe Schneidqualität aufrechtzuerhalten. Die unbeschichteten Kupferspiegel des Schneidkopfs hingegen sind deutlich robuster: Verschmutzungen, bei denen eine Linse nicht mehr schneidfähig ist, wirken sich beim Fokussierspiegel kaum aus. Dafür sorgt unter anderem eine kontinuierliche rückseitige Wasserkühlung der ganzen Spiegelfläche. Sie führt die Wärme ab, die an Verschmutzungen durch absorbierte Laserstrahlung entsteht. Daraus resultiert eine deutlich höhere Lebensdauer des Spiegels im Vergleich zur Linse. Im Unterschied zur Linse können selbst größere Verunreinigungen der Spiegel einfach entfernt werden.

Muss eine Linse bei Dauerbelastung mit einem 6-kW-Laser schon nach etwa 24 Stunden gereinigt werden, ist dies bei den Spiegeln erst nach rund 240 Betriebsstunden nötig. Sowohl bei den schneidbaren Blechdicken als auch bei den Vorschubgeschwindigkeiten steht der Spiegel- dem Linsenschneidkopf in nichts nach. Synchrones Anfahren ermöglicht zudem einen optimierten Ablauf zwischen Einstechen und Schneiden. Die Schnittstelle zur Schneidkopfaufnahme ist beim Spiegel- und Linsenschneidkopf dieselbe. Dies ermöglicht den Wechsel der Schneidköpfe mit einem Handgriff. Bei Trulaser 5030-Anlagen, die ab November 2008 ausgeliefert wurden, ist ein Nachrüsten des neuen Schneidkopfs möglich.