Spezialitäten für Profilierer

Vogel-Bauer, Solinger Service-Center in Sachen Edelstahl, hat für seine Kunden zahlreiche Extras im Portfolio. So etwa Partiell folienbeschichtetes Edelstahlspaltband für Profile.

27. August 2008

Wenn Profile aus Edelstahl Rostfrei in der Außen- und Innenarchitektur Verwendung finden, sollten diese zum Schutz ihrer Oberflächen mit selbstklebenden Folien versehen sein. Das Solinger Service-Center Vogel-Bauer bietet hierfür intelligente Nischenprodukte mit vielfältigem Zusatznutzen an: partiell mit Schutz- beziehungsweise Ziehfolien beschichtete Spaltbänder. Mit der partiell aufgebrachten Folie werden gezielt nur die Sichtflächen des späteren Profils geschützt.

Die volle Bandbreite

»Volle Bandbreite in Edelstahl Rostfrei.« Das hat sich das traditionsreiche Familienunternehmen Vogel-Bauer auf die Fahnen geschrieben — zu Recht, wie das breite Spektrum an optimalen Materialien und individuellen Anarbeitungsleistungen beweist. Bei bestimmten Anwendungen kann es allerdings vorteilhaft sein, nur einen Teil der Bandbreite abzudecken; so zum Beispiel ganz konkret beim Aufbringen von Schutzfolien zum konstanten Oberflächenschutz.

Optimaler Schutz

Anforderungen dieser Art sind häufig bei der Herstellung von Spezialprofilen für die Bau-, Architektur- und Sanitärbranche gegeben. Zum optimalen Schutz der Oberfläche sollte die selbstklebende Folie vom ersten Anarbeitungsschritt an, über den Profilierungsprozess bis hin zur Montage des Fertigbauteils, am Material haften bleiben. Nach erfolgter Montage, sprich unmittelbar vor der Abnahme durch den Bauherrn, muss die Folie dann rückstandslos von dem Profilerzeugnis abgezogen werden können. Vor diesem Hintergrund werden für Anwendungen in Bau und Architektur vermehrt partielle Folienbeschichtungen angefragt, d.h. die Schutzfolie soll nur einen bestimmten Bereich des Edelstahlprofils, nämlich die spätere Sichtfläche, abdecken. Der Grund hierfür ist leicht nachvollziehbar: eine vollflächige Folienbeschichtung würde sich bei den meisten Profilen nachteilig auswirken, da hierdurch das Abziehen der Folien unnötig erschwert beziehungsweise teilweise unmöglich wäre.

Partielle Folien-Beschichtung von Spaltbändern

Ausgangspunkt für die partielle Folienbeschichtung sind exakt auf Maß gesägte Folienrollen. Bei Vogel-Bauer befindet sich hierfür eine Spezialkreissäge im Einsatz, auf der sich solche Rollen mit einer Breitenmaßgenauigkeit von +/- 0,5 Millimetern herstellen lassen. Die eingesetzten Folien bestehen im Regelfall aus Polyethylen und sind in unterschiedlicher Farbe, Transparenz, Stärke und Klebkraft für die verschiedensten Anwendungsbereiche von der leichten mechanischen Bearbeitung bis hin zur hohen Beanspruchung, zum Beispiel beim Laserschneiden oder im Außeneinsatz, verfügbar.

Das Herz der Beschichtung

Auf Wunsch können also Einzeladern partiell über deren Breite beschichtet werden. Der präzisen Aufbringung der Folien auf die zugeschnittenen Spaltbänder geht das genaue Positionieren der Folienrollen über dem Bandmaterial voraus. Diese beiden Arbeitsschritte bilden quasi das »Herz« der partiellen Folienbeschichtung und erfordern entsprechend hohe Kompetenz und Sorgfalt, worüber das Personal des Solinger Edelstahl-Spezialisten dank jahrelanger Erfahrung in ausreichendem Maße verfügt.

Die gängigsten Varianten dieses Verfahrens sind durch zwei ›Grundtypen‹ darstellbar: Man unterscheidet generell zwischen der mittigen und der kantenbündigen Teilfolierung. Des Weiteren gibt es — je nach Forderung der Kunden — immer wieder neue Varianten, wie etwa das beidseitig kantenbündige Ansetzen von zwei Folienstreifen (sogenannte ›freie Mitte‹) oder die Positionierung der partiellen Beschichtung auf der Bandunterseite.

Die Entwicklung geht weiter

Auf Wunsch können die partiell folierten Bänder noch zu Platinen beziehungsweise Stäben abgerichtet werden. Bevor sich das Solinger Unternehmen unter anderem auf das Nischenprodukt ›partielle Folienbeschichtung‹ spezialisiert hat, war dieser Fertigungsschritt noch bei einigen Profilherstellern selbst angesiedelt. Doch auf deren Fertigungslinien wurden die zentralen Prozesse des Profilierens durch das Beschichten so stark beeinträchtigt, dass man schließlich davon absah. Das Solinger Service-Center ist mittlerweile in der Lage, die für die Folienbeschichtung notwendigen Bearbeitungsschritte am Halbprodukt wesentlich wirtschaftlicher als seine Abnehmer auszuführen. Und die Anforderungen steigen ständig weiter: »Unsere Kunden stellen uns mit deutlich engeren Toleranzvorgaben vor immer neue Herausforderungen«, weiß der technische Leiter, Dipl.-Ing. Gerald Vogel, zu berichten. Seiner Einschätzung nach wird die Weiterentwicklung der erforderlichen Sondervorrichtungen zur Folienbeschichtung deshalb wohl auch nie ganz abgeschlossen sein.

Zusätzliche Möglichkeiten

Als Edelstahl-Service-Center zeichnet sich Vogel-Bauer insbesondere durch seine Flexibilität in der Umsetzung individueller Kundenwünsche, selbst in kleinlosigen Mengen, aus. Da auf Spezialanlagen Edelstahlbänder mit Breiten von 30 bis 690 Millimeter geschliffen und/oder gebürstet werden können und man zudem über ein umfangreiches Lager an Schutz- und Ziehfolien verfügt, lassen sich nahezu alle denkbaren Kombinationen im Zusammenspiel von Oberflächenausführung und Folienbeschichtung realisieren. Vor wenigen Monaten wurde das Spektrum der Oberflächenbearbeitung noch durch die Inbetriebnahme einer neuen Schleif- und Bürstlinie vom Fabrikat Timesavers erweitert. Hierauf lässt sich nun im Solinger Edelstahl-Center auch das sogenannte Hairline-Finish reproduzierbar in die Oberflächen von Edelstahlbändern einbringen.

Deutlich profiliert

»Wir haben uns am Markt mit Nischenprodukten bereits deutlich profiliert und sind bestrebt, dies mit innovativen Sonderleistungen auch weiterhin zu tun«, versichert Lutz Vogel, der kaufmännische Leiter des Solinger Unternehmens. Nicht zuletzt damit soll die Position des Familienunternehmens als unverzichtbares Bindeglied zwischen Herstellerwerken und Endverbrauchern nachhaltig gestärkt werden.

Wolfgang Pfau

Erschienen in Ausgabe: 7-8/2008