Spalten modern

Technik/Bandanlagen

1978 gegründet feiert die Salico S.p.A., Hersteller von Bandanlagen, nun bereits ihren 40. Geburtstag. Heute besteht die Gesellschaft mit Stammsitz in Molteno (Italien) aus acht Unternehmen, die in vier Ländern beheimatet sind.

02. Oktober 2018
© Salico
Bild 1: Spalten modern (© Salico)

Die Salico-Gruppe mit ihren verschiedenen Tochterunternehmen engagiert sich in der Konstruktion, der Herstellung, der Inbetriebnahme und Service für Linien und Ausrüstungen, wie sie im allgemeinen in Coil-Service-Centern und in der Stahl- und Aluminiumverarbeitung verwendet werden. Zu diesen Maschinen gehören auch Spaltband-Bremsgerüste (Bridles) für Spaltanlagen. Die Qualitätsansprüche des Marktes an solche Anlagen steigen, doch Salico scheut den Vergleich nicht.

Im Spaltprozess ist eines der wichtigen Themen die Kompensation der unterschiedlichen Dicken der gespaltenen Ringe. Dies gilt für den Warm- und Kaltbandbereich. Daher laufen die gespaltenen Bänder nach der Spaltschere zuerst durch die Schlaufengrube der Spaltanlage.

Das Salico-Spaltband-Bremsgerüst ist in der Lage, die Spaltbänder aus der Schlaufengrube zu ziehen und diese wie einzelne, voneinander unabhängige Bänder zu behandeln. Die Bänder werden aus der Schlaufengrube heraus eingefädelt und unter gleichmäßigem Zug auf den Dorn der Aufhaspel aufgewickelt. Dabei wird eine ›Teleskopierung‹, also ein seitliches Verschieben, der Ringe und eine bandspezifische Zugunterbrechung vermieden.

Das Salico-Bremsgerüst besteht aus mehreren Rollen, die auf dem sogenannten Bremswagen montiert sind. Der Bremswagen kann innerhalb der Spaltanlage in Richtung Aufwickler vor- und zurückfahren.

Die Rollen des Bridle werden in verschiedenen Geometrien, Durchmessern und Oberflächeneigenschaften (Strukturen) ausgeführt und kombiniert. Die Ausführung der Rollen hängt von den Materialien im Prozess ab: Stahl, Nichteisen, lackiert, blank und so weiter. Darüber hinaus hängt die Ausführung der Rollen vom Dickenbereich des Materials ab. 

Dank der 40 Jahre Erfahrung kann Salico das volle Spektrum abdecken und Materialien von weniger als 0,1 Millimeter bis zu Dicken über 18 Millimeter bearbeiten. Das Salico-Bridle sei, so der Hersteller, die »›ultimative‹ Vorrichtung, um sich von veralteten Techniken wie der Filzpresse (Gefahr von Oberflächendefekten) zu verabschieden«.

Die Variantenvielfalt des Salico-Bridle, einschließlich des Salico-Vakuumrollenkorbes (Sattel) und der Salico-Vakuumrolle, zeigt auch die Abhängigkeit von der Materialoberfläche und dem Dickenbereich in der für den Prozess eingesetzten Spaltanlage. Eine Schopfschere ist immer eine notwendige und ergänzende Einheit auf der Auslaufseite des Salico-Bridle, um notfalls Bänder zu teilen (Schrott), Bandanfänge für den Einfädelvorgang anzugleichen und exakte Coilgrößen an der Aufwickelhaspel sicherzustellen.

Die automatische Separierwelle von Salico ist eine Ergänzung, um die Bedienung zu erleichtern und Zeit im Vergleich zu manuell aufzubauenden Separierwellen zu sparen. Automatische Separierwellen sind typischerweise paarweise vor dem Salico-Bridle positioniert, plus einer zusätzlichen Separierung oberhalb des Aufwicklers.

Automatische Separierwellen von Salico sind des weiteren mit einer automatischen Zentrierfunktion für die Bänder ausgestattet. Das Hineinfallen der Streifen zwischen die Separierscheiben wird durch Schütteln der Separierwelle erreicht.

Die Leistungen, die Vorteile und die Eigenschaften des Salico-Spaltbandbremsgerüstes können so zusammengefasst werden:

• Herstellung hochwertiger Spaltbänder in Bezug auf

  Wickelgenauigkeit und Festigkeit

• Erzeugung hochwertiger Oberflächenqualitäten, wichtig für

  Automobile, Lackierungen, Aluminium und Edelstahl

• Stand der Technik in Sachen Steuerung in Verbindung mit

  einer einfachen Bedienerschnittstelle

• robuste Ausführung in Verbindung mit lang laufender

  Garantie und minimalem Wartungsaufwand

• störungsfreie Streifenführung zur Sicherstellung der

  maximalen Effizienz in Spaltanlagen.

Euroblech Halle 16, Stand J36

Erschienen in Ausgabe: 06/2018