Solarsimulation zweite Generation

Optisches Design kritisch unter die Lupe genommen

18. Mai 2007

Unter Solarsimulatoren versteht man speziell entwickelte Lichtquellen, die in der Lage sind, das Sonnenspektrum möglichst genau zu simulieren. Sie verfügen daher konsequenterweise über einen möglichst parallelen Lichtstrahl. Dabei wird eine Xenon-Lampe, im Brennpunkt eines elliptischen Reflektors, über verschiedene beschichtete Spiegel, sowie als Herzstück durch einen sogenannten optischen Integrator auf eine zu beleuchtende Fläche abgebildet. Die Ingenieure der noch jungen Firma Abet Technologies haben dieses bekannte optische Design kritisch unter die Lupe genommen und dabei eine Fülle von möglichen Verbesserungen aufgelistet und abgearbeitet.

- Optimierung der elliptischen Reflektoren für die verwendeten Lampen

- Reduzierung der Anzahl der optischen Oberflächen im Integrator

- Verbesserung der Lichtsammeleffizienz

- Reduzierung nicht-axialer Strahlen

Entstanden ist ein wesentlich verbesserter Solarsimulator mit einer Lichtausbeute, die mindestens um den Faktor zwei besser ist als die eines herkömmlich konstruierten Simulators, d.h. man erzielt dieselbe Lichtausbeute wie mit einem System doppelter Leistung! Das Angebot umfasst zur Zeit verschiedene Optionen mit Leuchtfeldern von 50 x 50 bis 200 x 200 mm2, die Beleuchtungsstärke entspricht mindestens einer Sonne.

Die Systeme erreichen typische Homogenitäten von >95% und entsprechen den höchsten Anforderungen in Bezug auf Stabilität und Übereinstimmung mit dem Sonnenspektrum. UV-Versionen für Anwendungen in der Lithographie und Belichtung sind ebenfalls verfügbar.