Softwarepaket für die additive Fertigung

Mit dem neuen Softwarepaket Granta MI:Additive Manufacturing von Granta Design können Werkstoff- und Prozessinformationen additiv hergestellter Bauteile verwaltet, analysiert und angewendet werden. Dadurch ist eine effektive Entwicklung und Fertigung gewährleistet. Mit neuen Werkzeugen können Materialkennwerte und Prozessparameter grafisch gegenübergestellt und so Entwicklungstendenzen identifiziert werden.

28. Februar 2017
Das Granta-MI:Additive-Manufacturing-Paket hilft dabei, Werkstoff- und Prozessinformationen zu verwalten, anzuwenden und zu analysieren, um ein tieferes Verständnis über die Prozessparameter und deren Einfluss auf die Materialien zu erhalten. (Bild: Granta Design)
Bild 1: Softwarepaket für die additive Fertigung (Das Granta-MI:Additive-Manufacturing-Paket hilft dabei, Werkstoff- und Prozessinformationen zu verwalten, anzuwenden und zu analysieren, um ein tieferes Verständnis über die Prozessparameter und deren Einfluss auf die Materialien zu erhalten. (Bild: Granta Design))

Mit dem neuen Softwarepaket können Anwender sowohl Versuchs- als auch Simulationsdaten verwalten und vergleichen. Neue Funktionen ermöglichen kontrollierte Prozesse – Anwendungsbeispiele reichen von der Unterstützung bei der Verwaltung des Fertigungsprozesses bis zur unternehmensweiten Implementierung von Anforderungs- und Freigabeprozessen.

Bauteile-Qualität sicherstellen

Die additive Fertigung verspricht, die Welt der Fertigung zu verändern. Das ist jedoch nur dann umsetzbar, wenn Eigenschaften, Konsistenz und Qualität der Bauteile sichergestellt werden. Das erfordert ein tiefgehendes Verständnis der Prozessparameter und ihres Einflusses auf die Werkstoffe.

MI:Additive Manufacturing baut auf dem Materialinformations-Managementsystem Granta MI auf. Es umfasst eine Datenstruktur zur Informationsverwaltung, die es dem Anwender ermöglicht, den Überblick zu behalten und Daten über Pulverwerkstoffe, Fertigungsprozesse und Maschinenparameter zu handhaben. Nutzer können die Daten konsolidieren, mit einem schnellen, einfach anwendbaren Webinterface durchsuchen und sie unternehmensweit über einen kontrollierten Zugriff zur Verfügung stellen.

Prozessparameter optimieren

Der neue Analyzer ermöglicht eine moderne Diagrammdarstellung sowie die grafische Analyse der in Granta MI abgelegten Informationen zur additiven Fertigung. Mit der Anwendung können multidimensionale Darstellungen und Beziehungsdiagramme erstellt und so die wichtigen Verbindungen zwischen Materialkennwerten und Additive-Manufacturing-Prozessparametern visualisiert werden. Diese Einblicke helfen, Prozessparameter zu modifizieren und so optimale Ergebnisse zu erhalten.

Bei der Implementierung von Granta MI passt das Granta-Design-Team die Werkzeuge und die Technik den jeweiligen Projektanforderungen an. Zwei aktuelle Beispiele sind die Erstellung eines Werkzeuges, mit dem ein spezielles Management von Pulverwerkstoffen realisiert werden konnte, und ein Entwicklungswerkzeug zur Parameterfindung, das die optimalen Prozessparameter verwaltet. Das Wissen aus diesen Anwendungsfällen stehen nun auch anderen Kunden zur Verfügung.

Die richtige Werkstoff-Wahl

Das Additive-Manufacturing-Paket kann nahtlos in verschiedene Anlagen eingebunden werden, darunter die Anlagen von EOS, Arcam und Renishaw. Granta bietet darüber hinaus Zugriff auf die Senvol Database, um Werkstoffe zu suchen und zu vergleichen, so dass der Anwender die richtige Wahl treffen kann.

Granta spielt bei der Entwicklung der Additive-Manufacturing-Standards in der Industrie eine aktive Rolle und stellt sicher, dass das Granta-Schema immer aktuell ist und direkt für die Verwaltung und Darstellung der Daten, die zukünftige Qualifizierung und Zertifizierung genutzt werden kann. Das System kann so konfiguriert werden, dass Qualifizierungsberichte automatisch generiert werden.

Najib Baig, Produkt Manager, Materials Innovation bei Granta, erklärt: „Es ist wichtig, so früh wie möglich eine wirtschaftliche Prozessstrategie für die additive Fertigung zu entwickeln. Das Granta-MI:Additive-Manufacturing-Paket ermöglicht es den Anwendern, ihre Prozesse und Datenströme zu verwalten, Risiken zu kontrollieren und die Zeit bis zur Fertigung zu verkürzen.“