Software-Suite ergänzt

Ncode, Marke von HBM für Software zur Ermüdungs- und Lebensdaueranalyse, gibt die Markteinführung einer Premium-Materialdatenbank zur Anwendung in Ncode 10 bekannt. Die Premium-Materialdatenbank, die nun für Ncode 10 zur Verfügung steht, bietet eine neue, bislang unerreichte Zusammenstellung von Ermüdungseigenschaften für allgemein verwendete Stähle und Aluminiumlegierungen.

28. Mai 2014

Alle Daten der Datenbank sind aus Versuchen abgeleitet, die auf dem von HBM-Ncode betriebenen und nach ISO 9001 zertifizierten Prüflabor „Advanced Materials Characterization & Test Facility“ (AMCT-Prüflabor) durchgeführt wurden.

Es kann technisch eine hohe Herausforderung sein, einen Ermüdungsbruch zu simulieren, gänzlich unmöglich aber sind präzise Berechnungen der Ermüdungslebensdauer ohne spezifische und zuverlässige Werkstoffdaten. Branchenübliche Verfahren zur Betriebsfestigkeitsvorhersage basieren auf einer empirischen Ableitung aus Laborprüfungen bei einer Reihe unterschiedlicher Laststufen.

Im Internet verfügbare oder käuflich erhältliche Materialdatenbanken geben Auskunft über grundlegende mechanisch-statische Materialeigenschaften, enthalten in der Regel aber kaum Ermüdungseigenschaften. Diese eingeschränkte Datengrundlage führte bislang oft dazu, dass Unternehmen eigene Werkstoffprüfungen beauftragen, um Daten aus den Betriebsfestigkeitskurven individueller Prüfungen abzuleiten. Die neue Premium-Materialdatenbank von Ncode bietet Ingenieuren, Technikern und Fachleuten zuverlässige Ermüdungsparameter höchster Qualität und hilft, kostenintensive Materialprüfungen zu vermeiden.

Die erste Ausgabe der Premium-Materialdatenbank für Ncode 10 verzeichnet 72 Werkstoffe und steht Kunden exklusiv über eine Lizenz für Ncode-CDS (Complete Durability System) zur Verfügung. Ncode plant, der Datenbank jährlich 20 bis 30 Werkstoffe neu hinzuzufügen – die Kunden erhalten automatisch Benachrichtigungen, wenn neue Werkstoffdaten eingestellt werden. Zur Unterstützung bei der Auswahl der gewünschten Werkstoffe erfolgt ihre Identifikation in der Datenbank wo immer möglich gemäß internationaler Standards (ISO, DIN, WNR, UNS, usw.). Um die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Überlebensprozentwerte besser bewerten zu können, werden auch statistische Schätzungen der Streuung bereitgestellt.

„Besonders froh sind wir darüber, dass wir mit unseren Werkstoffprüfmöglichkeiten technisch auf dem neuesten Stand sind und sie zur Erstellung der Premium-Materialdatenbank nutzen können“, sagt Steve Tudberry, Vice President, HBM-Ncode. „Das AMCT-Prüflabor von Ncode bietet Ermüdungsdaten und Validierungen aus der tatsächlichen Anwendung, also Daten, die unabdingbar für fortschrittliche Lösungsansätze in Bezug auf thermomechanische Ermüdung, Schweißstellen, Klebverbindungen und Verbundstoffe sind. Diese enge Verzahnung innovativer Computersimulationsverfahren mit Werkstoffbeschreibungen und Validierungen aus physikalischen Prüfungen ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung unserer weltweit führenden Analysesoftware“, führt er weiter aus.

In dem AMCT-Prüflabor wird jedes Jahr auch eine Reihe spezieller Prüfprojekte für externe Kunden durchgeführt, z. B. Motorsport-Teams, Hersteller von Flugzeugkomponenten und Automobil-Zulieferer. Die gesamte Prüfeinrichtung ist gemäß dem Standard des „United Kingdom Accreditation Service“ (UKAS) durch akkreditierte Stellen kalibriert.