So nutzt man Online-Netze für den Geschäftserfolg

Tipps einer Unternehmensberatung

20. Oktober 2009

Es gibt kaum noch ein Unternehmen, das vollständig auf das Internet als Marketing- und Kommunikationsmedium verzichten kann. Die eigene Homepage, und sei es nur in Form einer virtuellen Visitenkarte, scheint das Mindeste zu sein. Mit entsprechend großem Budget lässt sich die eigene Homepage zwar eindrucksvoll promoten, beispielsweise durch Online-Anzeigen oder Suchmaschinenoptimierung (SEO); aber was machen Unternehmer, die dafür kein oder zu wenig Geld haben? Ein möglicher Weg: Sie zeigen Flagge in Online-Business-Netzen! Hier ist die Konkurrenz erheblich kleiner und die Chance, potenzielle Kunden auf sich aufmerksam zu machen, deutlich größer. Und in der Basisfunktion stehen diese Portale zum Nulltarif zur Verfügung. Wer allerdings meint, das bloße Anmelden in diesen Netzwerken reiche aus für den Geschäftserfolg, der sollte sich eines Besseren belehren lassen. Das jedenfalls sagt Johannes Ulrich Becker von Buch. Hier seine Tipps für den Einstieg ins Online-Networking:

Kleine Auswahl, große Reichweite:

Im Lauf der letzten fünf Jahre haben sich lediglich zwei Online-Business-Netzwerke im großen Stil durchsetzen können: Xing und Linkedin. Das deutsche Xing, 2003 noch als "OpenBC" gestartet, zählt heute über acht Millionen Mitglieder weltweit mit Schwerpunkt Deutschland, die Benutzerfügung erfolgt in 16 Sprachen. Das englischsprachige Linkedin wird aktuell von rund 47 Millionen Mitgliedern in 200 Ländern mehr oder weniger regelmäßig besucht. Beide Portale bieten kostenlose Mitgliedschaften, wer allerdings intensiven und direkten Kontakt zu anderen Mitgliedern aufnehmen und die zahlreichen Komfortfunktionen nutzen möchte, kommt um eine kostenpflichtige Mitgliedschaft nicht herum. Während Xing für den Premium-Account monatlich lediglich 5,95 Euro haben möchte, verlangt Linkedin 49,95 US-Dollar, die „Pro“-Mitgliedschaft kostet sogar das Zehnfache. Diese Ausgabe kann sich allerdings rechnen, es sollte jedoch vorab gründlich über das Konzept nachgedacht werden. Becker von Buch: „International agierende Unternehmen finden bei Linkedin Kontaktpersonen aus der Crème-de-la-crème ihrer Branche. Ein Geschäftskontakt ist da oftmals relativ leicht und schnell hergestellt.“

Für den ersten Eindruck gibt's keine zweite Chance:

Wer sich auf einen akquisitorischen Kundenbesuch schlecht oder gar nicht vorbereitet, kaum Wert auf sein Äußeres legt und beim Gespräch wenig von sich preis gibt, wird kaum Erfolg haben. Das Gleiche gilt für Online-Business-Netzwerke. Hier muss bei der Anmeldung zunächst ein persönliches Profil angelegt werden, sozusagen die Visitenkarte des Unternehmens und vor allem die seines Repräsentanten. Ganz entscheidend ist das Foto. „Das klassische Passfoto mit sturem Blick ist ebenso ungeeignet wie der Schnappschuss aus dem letzten Strandurlaub“, sagt Becker von Buch. „Zu empfehlen ist ein professionell aufgenommenes Porträt in branchentypischer Kleidung. Potenzielle Kunden wollen möglichst genau wissen, mit wem sie es zu tun haben.“ Und weiter: „Eine der wichtigsten Funktionen in allen Networks ist die Suche nach Begriffen aus dem Umfeld eines Mitglieds“, so Becker von Buch. "Deshalb sollte man bei beruflichen Angaben sehr sorgfältig und präzise formulieren und exakt beschreiben, was man sucht oder anbieten kann.“ Nicht zu vergessen sei zudem: „Business-Netze haben nur dann Sinn, wenn sie auch genutzt werden. Sich einfach anzumelden und zu warten, bis jemand zufällig vorbeikommt und einen Auftrag platziert, ist reines Wunschdenken.“ Optimal seien in diesem Zusammenhang die in den Portalen installierten Foren zu allen möglichen beruflichen Themen: „Engagierte Mitglieder geben hier Tipps, nehmen Stellung und beantworten Fragen. Besser lässt sich die eigene Kompetenz kaum darstellen.“