In der Stahlindustrie ist die Berechnung von Werkstoffdaten mit der Software Jmatpro mittlerweile ein De-facto-Standard.

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Je früher exakte Informationen über die Werkstoffeigenschaften in die einzelnen Innovations- und Entwicklungsprozesse einlaufen, desto besser gelingt die Optimierung eines Produkts. Da jedoch eine Ermittlung von Werkstoffdaten von Stahl und seinen Legierungen mit den klassischen Prüfmethoden sehr aufwendig und zeitraubend ist und für eine systematische Untersuchung möglicher Varianten auch niemals zur Verfügung stehen werden, liefert Jmatpro (Java-based Materials Properties) konsistente Daten für die Auslegung von Fertigungsprozessen und Werkstoffen. Schließlich gehört die Simulation von Produkten und Prozessen heute zu den unabdingbaren Schlüsselkompetenzen eines Unternehmens.

Für die Deutschen Edelstahlwerke ist Jmatpro ein wichtiger Bestandteil ihres Werkstoffmodellierungskonzepts. Das System liefert hier einerseits wichtige, teilweise nicht messbare Eingangsdaten für die Gieß- und Umformsimulationen und andererseits spezielle Werkstoffeigenschaften, beispielsweise die Wärmeleitfähigkeit.

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Ähnliches bestätigte Klaus Göhler von Thyssenkrupp Steel in Duisburg: »Mit Jmatpro finden wir konsistente thermophysikalische Daten – damit haben wir eine einheitliche Basis für die Simulation unserer Prozesse für alle Werkstoffe.«

Auch für das Institut für Eisenhüttenkunde der RWTH Aachen ist Jmatpro ein wichtiger Bestandteil von Aixvipmap, der virtuellen Plattform für die Werkstoffmodellierung.

Exklusiver Vertriebs- und Implementierungspartner ist die Metatech GmbH aus Kamen.

Metatech bietet auch die Stahl-Datenbank Stahldat SX an. Die Intranet-Version mit über 2400 Stahlsorten existiert bereits seit September 2010 und entstand aus der Zusammenarbeit des Stahlinstituts VDEh, Düsseldorf, der Granta Design Ltd, Cambridge (GB) und Metatech. Aktuelle Programmerweiterungen umfassen vor allem Feinblech- und ZTU-Daten. Die Datenbank enthält Werkstoffbezeichnungen, Werkstoffnummern, Normwerte, Lieferbedingungen, Verwendungszwecke nach europäischen Standards sowie Lieferanten, Produktformen und temperaturabhängige Eigenschaften der erfassten Stähle. StahlDat SX wird als Modul des Werkstoffdaten-Managementsystems Granta-MI angeboten.

Die neue Version von StahlDat SX enthält mehrere tausend Messkurven aus Zug- und Aufweitversuchen sowie dynamische Prüfungen für moderne Feinblechwerkstoffe. Auch die flexible Auswertung der mehrdimensionalen funktionalen Daten ist eine Stärke der neuen Datenbank. „Gerade in den letzten Jahren hat es enorme Entwicklungen zu neuen, ressourceneffizienten Stahlsorten gegeben – mit der neuen StahlDat SX möchten wir dazu beitragen, dass diese Anstrengungen der Stahlindustrie vermehrt in innovativen Produkten zum Einsatz kommen“, beschreibt Uwe Diekmann die Ziele dieser Intranet-Version.