Sicherheit geht vor

Mensch-Maschine-Schnittstellen bedeuten auch ein erhöhtes Unfallrisiko. Um Unfälle zu vermeiden, schreiben die nationalen und europäischen Regeln geeignete Sicherheitsmaßnahmen vor. Neben dem Verhindern von Personenleid und Unfallfolgekosten lässt sich durch Sicherheitseinrichtungen auch die Produktivität einer Anlage erhöhen. Fiessler hat jetzt ein neues Sicherheits-Lichtvorhangsystem XLCT entwickelt: Es besteht aus einem Lichtsender und Lichtempfänger.

05. Juli 2016

Sender und Empfänger befinden sich in einem kompakten, 25 mal 35 Millimeter großen Aluminiumgehäuse mit flexibler T-Nutensteinbefestigung. Durch die Modulartechnik von Sender und Empfänger sind sämtliche Schutzfeldhöhen zwischen 100 und 1.500 Millimeter im 100-Millimeter-Schritt möglich.

Flexibles System

Durch eine große Einbaureichweite zwischen Sender und Empfänger und kurze Reaktionszeit ist das System sehr flexibel. Aufgrund der kompakten Bauform kann es auch in kleineren Öffnungen und Anlagen eingesetzt werden, ohne dass es stört.

Auch großflächige Absicherungen mit Umlenkspiegeln sind realisierbar. Das intelligente Sicherheitssystem kann mit einem integrierten Auswertegerät ausgeliefert werden. Es enthält die programmierbaren Funktionen EDM (external device monitoring) und Wiederanlaufsperre. Ein zusätzliches Sicherheitsauswertegerät wird nicht mehr benötigt. Für die Programmierung und Diagnose des Systems ist eine Sieben-Segmentanzeige vorhanden.

 

Finger- oder Handschutz möglich

Je nach Risikobewertung der Maschine kann das Sicherheits-Lichtschrankensystem XLCT in der Sicherheitskategorie 2 und 4 geliefert werden. In Abhängigkeit von dem Sicherheitsabstand zwischen Sicherheitslichtvorhangschutzfeld und Gefahrenpunkt wird ein Finger- oder Handschutz eingesetzt.

Zusätzlich ist das System in der Version BLCT oder ILCT mit zehn programmierbaren Ausblendmöglichkeiten als Blanking-Sicherheitslichtvorhang lieferbar. Soll der Sicherheitslichtvorhang auch für die Steuerung der Anlage eingesetzt werden, kann das mit der programmierbaren Steuerung FPSC oder der parametrierbaren Kleinststeuerung PLSG-K realisiert werden.

Dabei kann zwischen Ein-, Zwei-, Drei-, und Vier-Takt-Auslösung ausgewählt werden. Das bedeutet beispielsweise beim Ein-Takt, dass nach dem bewussten einmaligen Unterbrechen und wieder freigeben des Sicherheitslichtvorhangs der nächste Takt ausgelöst wird. Greift aber die Bedienperson während des Taktes in den Bereich ein, kommt es zu einem Stopp der Anlage. Ein Start der Maschine ist nur durch Betätigen eines Starttasters möglich.