Sicher aussortiert

Bisher wurden Einwellen-Zerkleinerer mit nur einer Auswurfklappe ausgestattet. Das hatte zur Folge, dass Störstoffe, die nicht in Reichweite der Klappe lagen, nicht erfasst und ausgeschleust wurden. So blieben oft Massivteile in der Anlage und beschädigten Messer und Gehäuse, was zu Maschinenstörungen und –stillstand führen konnte. Deshalb hat die Erdwich Zerkleinerungssysteme GmbH nun für seinen Trommelspänezerkleinerer TSZ 1500S einen Doppel-Störstoffauswurf entwickelt, der mit Hilfe einer zweiten Klappe massives Material, das sich nicht zerkleinern lässt, zuverlässig separiert. Der individuell anpassbare Shredder des Bayerischen Zerkleinerungsexperten, sorgt so für mehr Prozesssicherheit und Effizienz.

28. Januar 2014
Der M600/1TSZS-600 verfügt über eine Schneidwerksöffnung von 602 x 420 mm sowie einer Messerwelle mit einzeln aufgesteckten Rotormessern und beidseitig angebrachten Statormessern.
Bild 1: Sicher aussortiert (Der M600/1TSZS-600 verfügt über eine Schneidwerksöffnung von 602 x 420 mm sowie einer Messerwelle mit einzeln aufgesteckten Rotormessern und beidseitig angebrachten Statormessern.)

„In metallverarbeitenden Betrieben mit spanabhebender Fertigung sind die Späne in der Regel ungleichmäßig strukturiert“, erklärt Jürgen Graf, Verkaufsleiter bei Erdwich. „Jedoch passiert es oft, dass zum Beispiel bei Drehmaschinen nicht nur Späne anfallen, sondern auch Störstoffe und Massivteile wie Restabschnitte von Werkstücken.“ Diese können die Maschinen beschädigen. Um Ausfallzeiten zu vermeiden, ist es wichtig, solche Materialien zuverlässig auszuwerfen.

Deshalb hat Erdwich in seiner Anlage TSZ 1500S mit dem M600/1TSZS600 einen Zerkleinerer integriert, der laut Hersteller durch zwei hydraulisch angetriebene Auswurfklappen die zuverlässige und automatische Ausschleusung von Störstoffen bis zu einer bestimmten Stückgröße garantiert.

„Diese Technik erkennt automatisch Fremdkörpereinwirkungen und Überlastungen der Maschine. Daraufhin fährt der entsprechende Statormesserbalken, an dem der Störstoff anliegt, zur Seite. Parallel dazu öffnet sich über die gesamte Schneidwerkslänge eine Klappe und die Störstoffe werden ausgeworfen. Nachdem die Klappe wieder geschlossen und der Statormesserbalken eingefahren ist, setzt die Anlage den Zerkleinerungsprozess selbständig fort“, erklärt Jürgen Graf. Damit minimiert sich die Wahrscheinlichkeit, dass Störstoffe und Massivteile nicht ausgeschieden werden, da die beiden Auswurfklappen laut Erdwich ein Maximum an Effizienz und Zuverlässigkeit im Zerkleinerungsprozess garantieren. Eine SPS mit Reversier- und Abschaltautomatik sorgt für eine zuverlässige Überwachung aller Maschinenfunktionen.

Ein Schneidwerk, vielfältige Anwendungen

Der Zerkleinerer erreicht bis zu 500 kg/h an Durchsatzleistung bei einer Schneidwerksgröße von 602 x 420 mm abhängig von der Beschaffenheit des Materials. Die Anlage selbst ist standardmäßig 2.000 x 2.620 x 2.275 mm groß sowie – je nach Ausführung – zwischen 1.380 kg und 1.590 kg schwer und verlangt eine Mindesthallenhöhe von 4.200 mm, kann aber individuell angepasst werden. Die Trommel verfügt über einen Durchmesser von 1.500 mm und ist 1.300 mm hoch. Durch die außen anliegende Wellenlagerung und eine integrierte Schottwand kann kein Mahlgut in die Lager eindringen. Somit können auch nasse und ölhaltige Späne verarbeitet werden.

Der eingebaute Zerkleinerer M600/1TSZS-600 ist mit einer Messerwelle, die mit Rotormesserscheiben bestückt ist, sowie mit Statormessern auf zwei Reihen ausgestattet. Zur einfacheren Wartung ist das Schneidwerk herausziehbar und mit einzeln gesteckten, austauschbaren Messerscheiben am Schneidrotor versehen. Da sie vollständig durchgehärtet sind, können die Messer auch mehrmals nachgeschliffen werden, was Betriebskosten spart. Verschiedene Steckpositionen der Messerscheiben ermöglichen eine individuell steuerbare Durchsatzleistung und Partikelgröße. Die Maschinenkonzepte werden auf kundenspezifische Anforderungen, wie zum Beispiel bei engen Platzverhältnissen, erstellt. „Fix ist nur das Schneidwerk“, so Jürgen Graf. „Alles andere wie Trichter, Gestell, Zuführtechnik, die Höhe des Austrags oder der Aufbau der Anlage an sich wird jeweils kundenspezifisch angepasst.“