Servoantrieb ist Trumpf

Die G-Electro Cut von Boschert ist die erste vollelektrische Tafelschere auf dem Markt. Dank ihres AC-Servomotors können Anwender bei der Blechverarbeitung Leerlaufzeiten reduzieren, Schnittzyklen erhöhen und Kosten senken.

22. Januar 2019
Boscherts G-Electro Cut mit ihrem vollelektrischen Antriebskonzept aus AC-Servomotor mit Riementrieben ist derzeit einmalig auf dem Markt. Die Kraft des Elektromotors lässt sich effizient einsetzen, im Vergleich zu konventionellen Systemen werden so bis zu 50 Prozent Energie gespart. (Bild: Boschert)
Bild 1: Servoantrieb ist Trumpf (Boscherts G-Electro Cut mit ihrem vollelektrischen Antriebskonzept aus AC-Servomotor mit Riementrieben ist derzeit einmalig auf dem Markt. Die Kraft des Elektromotors lässt sich effizient einsetzen, im Vergleich zu konventionellen Systemen werden so bis zu 50 Prozent Energie gespart. (Bild: Boschert))

Die wirtschaftlichste Möglichkeit zur Blechverarbeitung mit geraden Schnitten ist eine Tafelschere. Sie kombiniert hohe Schnittqualität und Produktivität mit geringen Investitionskosten. Das gilt auch für Boscherts G-Electro Cut. Die kulissengeführte Blechschere hat noch einen weiteren Vorteil: Sie ist mit ihrem vollelektrischen Antriebskonzept derzeit einmalig auf dem Markt. Der Motor der G-Electro Cut arbeitet nur, wenn die Schere einen Hub auslöst, und spart so bis zu 50 Prozent Energie im Vergleich zu hydraulischen Scheren.

Auch bei Schnittgeschwindigkeit und Produktivität hat die G-Electro Cut die Nase vorn. Denn anders als hydraulische Antriebe kann ihr Servomotor Richtung und Geschwindigkeit sofort ändern. Die elektrische Variante eliminiert zudem Einschränkungen wie Verweil- und Umschaltzeiten oder die systembedingte Trägheit. Das Ergebnis sind höhere Schnittgeschwindigkeiten und kürzere Schneidzyklen. Der Anwender kann mit bis zu 40 Schnitten pro Minute rechnen und seine Produktion entsprechend steigern.

Saubere und präzise Schnitte

Neben dem Antrieb hat die G-Electro Cut weitere Features – etwa den automatisch einstellbaren Schneidwinkel (0,5 bis 2 Grad), der Material und Blechdicke berücksichtigt und für saubere und präzise Schnitte sorgt. Boscherts Blech-Hochhaltevorrichtung schleust das geschnittene Blechteil wahlweise wie bei konventionellen Scheren nach hinten aus, befördert es nach vorn in eine Wanne oder zurück auf den Maschinentisch.

Damit gewinnt der Anwender Flexibilität im Produktionsprozess und er kann nachgelagerte Arbeitsschritte besser anbinden. Zudem lassen sich mit diesem System, in Kombination mit dem einstellbaren Schneidwinkel, auch kleinere und dünnere Blechstreifen nahezu verdrehungsfrei schneiden.

Drei Modelle zur Auswahl

Die G-Electro-Serie besteht aus drei Modellen: der G-Electro Cut 2004, der G-Electro Cut 3006 und der G-Electro Cut 4006. Die Maschinen setzen 2.000 bis 4.000 Millimeter lange Schnitte in bis zu vier oder sechs Millimeter starke Stahlbleche, oder zwei bis vier Millimeter starken Edelstahl.

Über einen übersichtlich gestalteten Touchscreen wählt der Bediener zwischen unterschiedlichen Schnittprogrammen, startet den (Halb-)Automatikmodus und programmiert die gewünschten Schnittlängen. Die Steuereinheit übernimmt die Schnittspaltverstellung und berechnet anhand des Materials und der Blechdicke automatisch den optimalen Schneidwinkel. Die G-Electro Cut wird auf der Boschert-Hausmesse am 24. Mai in Lörrach-Hauingen gezeigt.

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