Selbstloser Einsatz für die Menschlichkeit

An der Ausbildungswerkstatt von Thyssenkrupp in Eichen wird eine Tafel angebracht, die an zwei besondere Persönlichkeiten erinnert: Wilhelm Robert König und Ernst Schweisfurth, zwei Mitarbeiter der ehemaligen Hüttenwerke Siegerland AG, versorgten im Nationalsozialismus Zwangsarbeiter mit Nahrungsmitteln und Kleidung. An ihre selbstlose Tat, ihre Denunziation und Deportation wird mit einer Gedanktafel am Eingangsbereich der Bildungsstätte gedacht.

16. Februar 2017
Auf dem Gelände des heutigen Technikzentrums Siegerland befand sich während der NS-Zeit ein Arbeitslager. Auf der Gedenktafel wird an zwei Mitarbeiter der ehemaligen Hüttenwerke Siegerland AG erinnert, die die Zwangsarbeiter mit Nahrung und Kleidung versorgten und dafür deportiert wurden. Die Auszubildenden Luca Schuhmacher (links) und Marvin Loos bringen die Tafel am Technikzentrum an. (Bild: Thyssenkrupp)
Bild 1: Selbstloser Einsatz für die Menschlichkeit (Auf dem Gelände des heutigen Technikzentrums Siegerland befand sich während der NS-Zeit ein Arbeitslager. Auf der Gedenktafel wird an zwei Mitarbeiter der ehemaligen Hüttenwerke Siegerland AG erinnert, die die Zwangsarbeiter mit Nahrung und Kleidung versorgten und dafür deportiert wurden. Die Auszubildenden Luca Schuhmacher (links) und Marvin Loos bringen die Tafel am Technikzentrum an. (Bild: Thyssenkrupp))

„Dieser Ort ist nicht zufällig gewählt – auf dieser Fläche hatte sich das Arbeitslager befunden“, sagt Jochen Schreiber, Mitinitiator des Gedenk-Projekts aus Kreuztal. „Lebensgeschichten, wie die von Wilhelm Robert König und Ernst Schweinfurth, machen demütig und erinnern an die Verantwortung eines jeden Einzelnen, sich für Menschen in Not und Demokratie einzusetzen.“

Weltoffenheit, Respekt, Toleranz

Respekt und Toleranz unabhängig von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung gehören zur Verpflichtung des Unternehmens. Der Personalvorstand der Thyssenkrupp Steel Europe AG, Thomas Schlenz, betont: „Ein Weg zu Weltoffenheit ist die aktive Auseinandersetzung mit Geschichte. Gerade heute, wo die letzten Zeitzeugen durch eine neue Generation abgelöst werden, ist eine starke Gedenkkultur wichtig.“