Schweißzange für Multimaterialien

Die Schweissen & Schneiden ist für Nimak die passende Bühne, um ein neues Konzept von Roboterschweißzangen vorzustellen. Die neue Generation von Roboterschweißzangen ist laut Nimak sowohl auf die Anforderungen des Multimaterialmixes als auch für Großserien bei herkömmlichen Stahlanwendungen ausgerichtet.

31. August 2017
Die Nimak-Roboter-Schweißzange Powergun mit Magnetic-Drive-Technik eröffnet neue Fügemöglichkeiten im Multimaterial-Mix. (Bild: Nimak GmbH)
Bild 1: Schweißzange für Multimaterialien (Die Nimak-Roboter-Schweißzange Powergun mit Magnetic-Drive-Technik eröffnet neue Fügemöglichkeiten im Multimaterial-Mix. (Bild: Nimak GmbH))

Die Schweißzange basiert auf einer zentralen Motor- und Getriebeeinheit mit deutlich weniger Gewicht und zugleich weniger Störkonturen. „Damit haben wir eine Schweißzange entwickelt, die an Einfachheit und Leistung andere Systeme in den Schatten stellt“, betont Paul Nickel, geschäftsführender Gesellschafter bei Nimak.

Neues Kurzimpulsschweißen optimiert Qualität

Neben dieser Premiere steht auch ein neuer Schweißprozess im Mittelpunkt des Messeauftritts. Den einzigartigen Magneticdrive-Antrieb, der von der Geschwindigkeit mikroprozessgesteuerter Elektromagneten profitiert, gibt es jetzt auch in Verbindung mit dem Kurzimpulsschweißen.

Das ermöglicht Schweißzeiten von wenigen Millisekunden. Voraussetzung für die Alternative zum Kondensatorentladungsschweißen ist ein ultraschnelles Krafterzeugungs- und Nachsetzsystem, bei dem der Anwender ein exaktes Kraftprofil einstellen kann, das in Millisekunden den Anstieg und Abfall der Elektrodenkraft über große Bereiche steuert.

Gemeinsam mit dem Kurzimpulsschweißen ist der Antrieb in der Widerstandsschweißtechnik einsetzbar – von der stationären Punkt- und Buckelschweißmaschine bis hin zur Roboter-Schweißzange. Der extrem kurze Schweißprozess eröffnet neue Fügemöglichkeiten im Multimaterialmix.

?Standzeiten der Elektroden verlängern

Das ist auch für das Punkt- und Buckelschweißen von Aluminium verschiedenster Legierungen, die im Automobilbau sowie der Luft- und Raumfahrtindustrie eingesetzt werden, interessant. „Dabei können wir nicht nur die Qualität optimieren, sondern auch die Standzeiten der Elektroden erheblich verlängern“, erklärt Nickel.