Schweißtechnik automatisiert und vernetzt

Auf der Automotive Engineering Expo vom 4. bis 5. Juni in Nürnberg zeigt Fronius das Widerstandspunktschweißverfahren ›Delta Con‹, das intelligente Datenmanagementsystem ›Weld Cube‹ und das robotergestützte Schweißsystem ›TPS/i Robotics‹.

23. April 2019
Schweißtechnik automatisiert und vernetzt
Für das konventionelle Widerstandspunktschweißverfahren Delta Con hat Fronius eine neue Generation von Schweißzangen entwickelt. (Bild: Fronius)

Für das konventionelle Widerstandspunktschweißverfahren ›Delta Con‹ hat Fronius eine neue Generation von Schweißzangen entwickelt. Anwender aus der Automobil- und Zulieferindustrie haben damit die Möglichkeit, Punktschweißprozesse für Aluminiumbleche wirtschaftlich zu realisieren. Sie sind in verschiedenen Versionen mit und ohne Zangenausgleich erhältlich und sowohl in der X- als auch in der C-Geometrie mit den gleichen Hauptkomponenten modular aufgebaut. Damit können Benutzer flexibel eine Vielzahl von Schweißaufgaben lösen. Die schmale Bauweise stellt eine gute Zugänglichkeit auch bei beengten Platzverhältnissen sicher. Die DeltaCon-Zangen lassen sich an verschiedene Robotertypen anbinden und über eine grafische Oberfläche programmieren.

Die Delta-Con-Systeme lassen sich optional mit der Dokumentations- und Datenanalysesoftware ›Weld Cube‹ vernetzen. Diese sammelt unter anderem Daten über Strom, Spannung, Drahtvorschub und Schweißgeschwindigkeit. Anwender können diese Informationen nutzen, um Schweißprozesse zu verbessern und den Verbrauch von Material, Gas und Zusatzwerkstoffen zu optimieren. Für eine einfache Übersicht auf dem PC, Tablet oder Smartphone sorgt ein anpassbares Dashboard mit unterschiedlichen Statistik- und Filterfunktionen. Die Vernetzung der Stromquellen ermöglicht, Daten nicht nur pro Maschine, sondern auch auf Bauteilebene zu dokumentieren. Das fördert die Transparenz und Rückverfolgbarkeit.

Ebenfalls auf dem Fronius-Messestand zu sehen ist das automatisierte Schweißsystem ›TPS/i Robotics‹, das speziell auf die Belange des robotergestützten Schweißens zugeschnitten ist. Das modular aufgebaute System besteht aus vernetzten Komponenten. Die TPS/i-Stromquelle besitzt einen leistungsfähigen Prozessor sowie einen High-Speed-Bus, der einen schnellen Datenaustausch ermöglicht. Dadurch lassen sich schnellere Regelkreise als bisher realisieren. Zwei synchronisierte Drahtvorschübe sorgen für eine dynamische und präzise Drahtförderung und damit für hohe Stabilität.

Der Push-Pull-Roboterschweißbrenner Robacta Drive TPS/i überzeugt durch eine kompakte Baugröße sowie gute Bauteilzugänglichkeit. Sein geringes Gewicht prädestiniert ihn für den Einsatz auf Robotern mit hohen Verfahrgeschwindigkeiten. Der modulare Aufbau erleichtert zudem die Handhabung im Servicefall und vereinfacht die Lager- und Ersatzteilhaltung. TPS/i Robotics lässt sich mit verschiedenen leistungsfähigen Schweißprozessen wie Low Spatter Control (LSC), Pulse Multi Control (PMC) oder Cold Metal Transfer (CMT) kombinieren und ist damit für eine Vielzahl von Aufgaben geeignet.