Schweißroboter macht Tempo

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen stehen beim Schweißen massiv unter Druck. Abhilfe schafft automatisiertes Schweißen, etwa mit dem ›Cobot Welding Package‹ von Lorch. Anwender bestätigen das Leistungspotenzial.

28. Oktober 2019
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Torben Bruhn, Metallbaumeister bei Resch Maschinenbau, versichert: »Werkstücke, die sonst 45 Minuten benötigt haben, sind jetzt in fünf bis sieben Minuten fertig.« (Bild: Lorch)

»Die Installation des Lorch-Cobots hat unsere Erwartungen weit übertroffen«, bilanziert Kurt Frank, technischer Geschäftsführer bei Resch Maschinenbau in Töging am Inn, nach den ersten Monaten. Kleine und mittlere Serien werden jetzt in wesentlich kürzerer Zeit gefertigt. Im Vergleich zum Handschweißen ist der Cobot deutlich schneller. »Werkstücke, die sonst bis zu 45 Minuten benötigen, sind jetzt in fünf bis sieben Minuten fertig«, bestätigt Torben Bruhn, Metallbaumeister bei Resch.

Der Einsatz des Schweiß-Cobots erhöht nicht nur die Produktivität des Betriebs enorm, sondern sorgt auch für eine gleichbleibend hohe Qualität der Schweißnähte – einmal programmiert, schweißt der Cobot Serienprodukte durchgehend in Perfektion.

Die Programmierung des Cobots ist ohne große IT-Kenntnisse möglich. »Wer mit dem Smartphone umgehen kann«, so die Erfahrung von Torben Bruhn, »programmiert auch den Cobot problemlos.« Werkstückdaten wie Blechstärke oder Basismaterial werden einfach über das Assistenzsystem der Software eingegeben, Parameter wie Schweißstrom und Schweißgeschwindigkeit werden automatisch berechnet.

Junge Mitarbeiter begeistern

»Die Programmierung des Schweiß-Cobots macht Spaß und ist leicht verständlich«, berichtet Simon Ludwig, Schweißer bei Hodapp in Achern. Dort wurde bisher ausschließlich per Hand geschweißt. Die automatisierte Schweißtechnik war für die Belegschaft ein absolutes Novum, trotzdem hatten die Schweißer keine Mühe mit der Bedienung. Die intuitive Handhabung des Schweiß-Cobots eröffnet Unternehmen nicht nur die Möglichkeit, die Schweißer von Routineaufgaben zu entlasten und damit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sondern auch, junge Mitarbeiter für das Schweißen zu begeistern.

Ein Pluspunkt ist für Anwender die schnelle und einfache Installation der Anlage. Erfordern herkömmliche Industrieroboter oft zusätzliche Baumaßnahmen und eine umfassende Einarbeitung, ist das Cobot Welding Package von Lorch umgehend einsetzbar. Johnny Ruyssinck, Ausbildungsleiter bei Hodapp, sagt: »Bereits nach drei Stunden war der Lorch-Cobot komplett installiert und stand für erste Schweißarbeiten bereit.« Und ist der Cobot einmal programmiert, können weniger qualifizierte Mitarbeiter die weitere Produktion übernehmen.

Als hilfreich für den schnellen Einsatz bewerten die Anwender die gute Betreuung durch die Lorch-Cobot-Partner – die »Gesamtkompetenz aus schweißtechnischem Fachwissen und Service« habe die Entscheidung für Lorch leicht gemacht, so Ruyssinck.

Leicht, kompakt und einfach integrierbar

Das Cobot-Konzept überzeugt durch seine Effizienz und Flexibilität. »Ein assistierender Roboterarm, der nicht in einer Schutzzelle eingehaust sein muss – das Potenzial des Cobots haben wir sofort erkannt«, so Thomas Kaysser, Gesellschafter und Geschäftsführer von H. P. Kaysser aus Leutenbach. Sein Unternehmen ist mit modernen Maschinen und großen Industrierobotern ausgestattet. Hier ist der Einsatz des Cobot Welding Packages für die flexible Produktion von Kleinserien im Stahl- und im Edelstahlbereich ideal.

»Der Cobot passt perfekt in unseren Werkzeugkasten«, konstatiert Ralph Schröppel, Leiter des Bereichs Feinblech bei H. P. Kaysser. Denn er lässt sich mit seinen 30 Kilogramm leicht versetzen, braucht wenig Platz und ist in jede Produktionsumgebung integrierbar.

Paul Spronken, Leiter Lorch Automation Solutions, betont: »Die Resonanz der Kunden zeigt, dass wir mit dem Cobot Welding Package den Unternehmen genau da helfen, wo sie Unterstützung benötigen.«