Schweißkonstruktion der Superlative

Hochofen 8, der Gigant hat bei ThyssenKrupp den Betrieb aufgenommen.

14. Januar 2008

Im Dezember 2007 war es geschafft: Nach nur zweijähriger Bauzeit wurde der gigantische Hochofen 8 des ThyssenKrupp-Konzerns in Duisburg-Hamborn seiner Bestimmung übergeben. Pro Jahr wird dieser zwei Millionen Tonnen Roheisen produzieren, um der weltweit gestiegenen Nachfrage nach Stahl zu begegnen. Beim Bau dieses modernen Hochofens wurden insgesamt rund 10.000 Tonnen Stahl verbaut. Dafür waren in Spitzenzeiten über 1.000 Bauhandwerker aller Fachrichtungen aktiv, davon allein etwa 300 Schweißer. Als Hauptlieferant für die Schweißzusätze konnte die Böhler Schweißtechnik mit ihrer umfangreichen T-PUT-Produktpalette, ihrem schweißtechnischem Know-how und einer intensiven Betreuung vor Ort alle Qualitätsansprüche erfüllen. Die ungewöhnliche Vielfalt der einzelnen Gewerke beim Hochofenbau bedeutete eine entsprechende Vielfalt der Schweißaufgaben. Die einzige Gemeinsamkeit: Alles wurde manuell geschweißt. Berücksichtigt werden mussten unterschiedlich hohe Temperaturen, unterschiedliche Anforderungen an Dehnung und Korrosionsbeständigkeit, Aggressivität von Medien und verschiedene Werkstoffe wie warmfeste Stähle, Feinkornbaustähle und Edelstähle.