Schweißgeräte der digitalen Generation

Reproduzierbare Qualität selbst bei dünnen Alu-Blechen

Aluminium ist eine Klasse für sich, auch was seine Schweißbarkeit anbelangt. Die ausgeprägte Wärmeleitfähigkeit und die Oxydschicht führen beim Schweißen immer wieder zu Problemen, die sich auf die Nahtqualität auswirken. Fronius, Wels, bietet eine Stromquelle an, die für Alu-Anwendungen maßgeschneidert ist: die volldigitale „TransPuls Synergic 2700 Alu-Edition“.

05. April 2002

Volldigitale Stromquellen haben viele Vorteile. Die exakte Reproduzierbarkeit sämtlicher Schweißergebnisse sowie die einfache und schnelle Anpassung an unterschiedliche Aufgabenstellungen sind wohl die herausragendsten. Die volldigitalen „TransSynergic 4000/5000“ und „TransPulsSynergic 4000/5000“ von Fronius zum Beispiel erlauben es, alle Schweißparameter zu speichern und jederzeit wieder abzurufen. Qualität ist dadurch reproduzierbar geworden.

Speziell wenn es ums schwer zu verarbeitende Material Aluminium geht, hat sich Fronius einen Namen gemacht. Dünnes Aluminiumblech, wie es in der Automobilindustrie verwendet wird, verlangt nach Hightech-Systemen und -Verfahren. Gerade hier kommt das vollkommen digitales Steuerungskonzept wie gerufen.

Mit der „TransPulsSynergic 2700 Alu Edition“ hat Fronius eine Stromquelle geschaffen, die für Aluminium-Anwendungen maßgeschneidert wurde. Die volldigitale MIG/MAG-Stromquelle „TPS 2700“ wurde um ein Alu-Startprogramm für spritzerfreies Zünden und die „Alu-SynchroPuls-Funktion“ ergänzt. Dabei wird der normale Puls mit einem niederfrequenten Puls überlagert, wodurch ein Nahtaussehen wie beim WIG-Schweißen erzielt wird. Um Bindefehler im Zündbereich zu vermeiden, zündet der Lichtbogen digital gesteuert in der Startphase mit wesentlich höherer Energie. Dadurch schmilzt das Grundmaterial in dieser Phase sicher auf. Anschließend sinkt die Schweißleistung wieder ab. Schwierigkeiten können bei konventionellen Geräten auch am Ende des Schweißvorgangs auftreten: Wenn die Wärme vorläuft, besteht die Gefahr des Durchfallens. Um dies zu verhindern, senkt das Programm sofort auf den Endkraterstrom ab.

Besonders stolz ist Geschäftsführer Klaus Fronius jun. und seine Belegschaft darauf, daß beinahe alle Automobilgiganten auf die Erfahrungen auf das Know-how des Welser Familienunternehmens zurückgreifen. Zum Beispiel verwendet Audi Fronius-Schweißsysteme für die Fertigung des neuen A2, des weltweit ersten Voll-Aluminium-Autos in Großserie. „Die Schwierigkeit für uns war, daß die einzelnen Schweißnähte in identisch hoher Qualität vollautomatisch am Roboter produzierbar sein müssen“, erklärt Entwicklungschef Heinz Hackl. Verwendet wird das MIG-Schweißverfahren, dessen Vorteile vor allem in der hohen Produktivität, den guten Festigkeitswerten und der geringen Nacharbeitszeit liegen.

Erschienen in Ausgabe: 03/2001