Schweißerlehre

Universallehre erleichtert und rationalisiert Rahmenbau

Für den rationellen Rahmenbau hat Creametal eine universell verstellbare Lehre entwickelt. Fenster und Türen lassen sich mit ihrer Hilfe in deutlich kürzerer Zeit und mit höherer Präzision herstellen.

11. April 2001

Für Jürg Schlechten und Christoph Wyler von der SWM Metallbautechnik AG aus Biglen in der Schweiz standen Rationalisierungspotenziale in der Fertigung schon länger zur Debatte. Nachdem Wyler selbst einige Rahmen auf der Lehre „Creaswiss“ von Creametal (VIW, Geretsried) hergestellt hat, ist er von ihr überzeugt: „Wir sind garantiert schneller, bei Kleinserien von fünf bis 15 Rahmen bis zu 50 Prozent.“

Schon nach kurzer Einarbeitungszeit kann ein Mitarbeiter alleine Fenster und Türen auf dem Gerät bauen. Breite und Höhe eines Rahmens werden mechanisch eingestellt und lassen sich direkt an der Lehre ablesen. Die Rahmenlehre ist genauso wie die ebenfalls von Creametal entwickelte Geländerschweißlehre „Creastar“ um ihre Längsachse frei drehbar: So kann auch die Rückseite des Rahmens verschweißt werden, die Arbeitshöhe ist jeweils frei wählbar.

Rahmenlehre „Creaswiss“ Maximale Rahmenabmessung (außen)

Länge 3.000 (4000) mm

Breite 2.400mm

Minimale Rahmenabmessung (außen)

Länge 470 mm

Breite 600 (500) mm

Klemmhöhe (Profilhöhen) bis 115 mm

Höhentoleranzausgleich ± 1 mm

Profilgeometrie

Gewicht 260 kg

Rutschkupplung zum Schutz gegen Überbeanspruchung der mechanischen Teile

Vertikale Drehvorrichtung mit Rastbolzen, Federbremse und Zweihandbedienung (Unfallverhütung)

Ein interessantes Detail zeigt sich auch beim Festspannen der horizontalen Profile: Dabei richten sich die Auflager automatisch horizontal aus, so dass immer eine ebene Fläche entsteht. Deshalb können auf der Creaswiss - trotz des geringen Gewichtes von 260 Kilogramm - exakte Rahmen hergestellt werden.

Ein weiterer Clou ist die feine Einstellmöglichkeit für Höhendifferenzen in den Profilgeometrien. Die horizontalen Querriegel eines Rahmens bilden die „Nullebene“, die senkrechten lassen sich justieren. „Mit Exzenterschrauben lassen sich die Höhenunterschiede sehr fein ausgleichen“, erklärt Entwickler Thomas Zimmermann, „so entsteht auf beiden Seiten eine möglichst plane Gehrungsfläche.“

Im Vergleich zur herkömmlichen Herstellung von Rahmen verspricht die Creaswiss eine Reihe von Zeit, und Präzisionsvorteilen. Weder Winkel noch Diagonalen sind nachzumessen, und auch die Richtarbeiten fallen komplett weg. Es werden keine zusätzlichen Zwingen oder Spannzangen gebraucht, alle nötigen Hilfsmittel sind in die Lehre integriert.

Das anfängliche Nachprüfen von Rahmenmaßen und Diagonalen hat sich Jürg Schlechten nach wenigen Tagen abgewöhnt: „Inzwischen weiß ich, dass die Rahmen stimmen.“

Erschienen in Ausgabe: 03/2000