Schweißanweisungen jetzt noch einfacher

Mit zwei neuen Plug-in-Angeboten macht ZW3D die Arbeit leichter. Drahterodieren wird als nahtloser Übergang unterstützt. Für die 5-Achs-Bearbeitung bietet das Simulationstool Eureka den Blick in den Maschinenbauraum und Hilfe für verlässliche Bearbeitung.

28. März 2014

Drahterodieren ermöglicht hohe Präzision, muss sich aber absolut auf das CAM-Programm verlassen können, um Maschine und Bauteil vor Schaden zu bewahren. Mit dem Leitgedanken Industrie 4.0 verlangen Produkte und Prozesse nach einer höheren Stufe der Automation, die sich selbst kleinste Fehler nicht mehr erlauben kann. Je präziser die Komponenten werden, desto mehr muss die Einhaltung der korrekten Bearbeitungswege und die Vermeidung von Kollisionen im Vordergrund stehen.

ZW3D unterstützt die Anwender beim Drahterodieren und setzt bei der Lösung auf Peps. Den nahtlosen Übergang zu PEPS gibt es per Plug-in. Der Anwender muss nur auf den Knopf drücken und dann kann er seine in ZW3D konstruierten Daten mit dem etablierten Peps zügig bearbeiten.

Finden sich Kollisionen im Programm, kann der Anwender auf unterschiedliche Weise vorgehen: Entweder er verändert den Befehlssatz mit der Kollision manuell, oder er verwendet ein anderes Werkzeug, das beispielsweise durch eine andere Länge die Kollision vermeidet. Ebenso kann das Schwenkverhalten der Achsen verändert werden. Das Peps-Drahterodiermodul ist in enger Zusammenarbeit mehrerer Maschinenhersteller entwickelt worden. Es bietet für sämtliche Bearbeitungsaufgaben die erforderliche Funktionalität inklusive der Ansteuerung von Rotationsachsen und Handlingsystemen. Eine hilfreiche Funktion ist die Laufzeitberechnung für die Fertigungsplanung, die unter Berücksichtigung der Maschinenkinematik die Laufzeit vorab ermittelt.

Das Mehrachsen-Drahterodieren steuert die Positionierung, die Synchronbearbeitung und die Bearbeitung mit konstanter Werkstückrotation. Für das Modul 3D-Drahterodieren gibt es in Peps einen schnellen Zugriff auf alle für die Bearbeitung relevanten Einträge über die komfortable Systemsteuerung. Die 3D-Maschinensimulation umfasst auch die Spannmittel und die Rotationsachse und zeigt Bahnverschiebungen, Entformbarkeits- und Kollisionskontrolle.

Unter drei Modulen kann der Anwender wählen: Peps light, Peps STD und Peps Pro. Alle drei sind direkt an ZW3D angebunden und können auf Knopfdruck die Daten aus dem 3D- und 2D-Bereich übergeben. Der Unterschied der Versionen ist leicht zu erkennen. Peps light ermöglicht einfache Taschen mit konstanter Konik. Peps STD übernimmt alle Formen von Taschen mit variabler Konik. In Peps Pro ist zusätzlich mit dem Modul „Wire-Expert“ (automatische Feature-Erkennung und Technologiezuweisung) versehen. Postprozessoren gibt es für alle gängigen Drahterodiermaschinen-Hersteller.

Auch der realitätsgetreuen Simulation von Werkzeugwegen mit kompletter Kollisionsüberwachung aller Maschinenkomponenten kommt zunehmende Bedeutung zu. Mit Eureka werden 5-Achs- und Mehrseitenbearbeitung sowie die Bearbeitung von komplexen Geometrien mit besonderen Aufspannungen unterstützt. Die virtuelle Maschine unterstützt bei der Notwendigkeit, kollisionsfreie Programme zu erhalten.

Die vollständige 3D-Simulation des NC-Codes bietet Eureka, wie Bastian Weimer, Vertriebsleiter der encee CAD/CAM Systeme GmbH, Kümmersbruck, erklärte. Die „Virtual Machining Software“ ermöglicht die realitätsgetreue Simulation von Werkzeugwegen.

Die „Virtual Machining Software“ Eureka kommt vom italienischen Hersteller Roboris. Die Einsatzgebiete als NC-Simulator liegen in mechanischen Werkstätten, Programmierbüros und sie helfen bei der Programmierung von Robotern. Die direkte Simulation der vom CAM-System erzeugten Daten erzeugt Verlässlichkeit und reduziert den Zeitaufwand für das Einfahren der Werkzeugmaschine.

Die neuen Plug-ins für Peps und Eureka sind für ZW3D-2013-Anwender kostenlos verfügbar.