Schweißanlage für 4.0

Auf der Schweißen & Schneiden zeigt Kuka die neuesten Automatisierungslösungen. Das Unternehmen stellt auf dem Gemeinschaftsstand von Kuka Industries und Kuka Roboter seine Lösungen für die metallverarbeitende Branche sowie für die Automobilindustrie vor.

15. August 2017
Auf der Schweißen & Schneiden können Messebesucher bei Kuka einen Einblick in eine Industrie-4.0-fähige Schweißanlage erhalten. (Bild: Kuka)
Bild 1: Schweißanlage für 4.0 (Auf der Schweißen & Schneiden können Messebesucher bei Kuka einen Einblick in eine Industrie-4.0-fähige Schweißanlage erhalten. (Bild: Kuka))

„Derzeit beobachten wir den Trend, dass die Fertigungstiefe bei den Automobilzulieferern steigt. Für ihre Schweißtätigkeiten erwarten sie dynamische Lösungen, die Flexibilität für Adaptionen bieten“, sagt Werner Angerer, Application Product Manager bei Kuka Roboter. Auf dem Messestand mit 350 Quadratmetern zeigt Kuka Produkte im Bereich Schweißen. Von Ready2-use-Paketen, dem passenden Roboter bis zur vernetzten Gesamtanlage hat Kuka für fast jede Schweißanforderung die Lösung.

Alles im Blick: Schweißanlage 4.0

„Nur, wer alle Daten im Blick hat, kann seine Prozesse verbessern“, sagt Siegfried Heißler, Vice President Arclas bei Kuka Industries. „Die Digitalisierung der Anlagen ist deshalb der logische Entwicklungsschritt für die Unternehmen.“ Nur so könnten sie auf die veränderten Marktgegebenheiten wie kürzere Produktzyklen und Diversifikation reagieren und den Wettbewerbern Paroli bieten.

Auf der Schweißen & Schneiden können Besucher einen Einblick in eine Schweißanlage 4.0 erhalten. Vom Laserschneiden über das Punktschweißen bis zum Schutzgasschweißen – die Anlage simuliert ein mögliches Fertigungsszenario. Dabei werden alle Daten gesammelt und für den Kunden bereitgestellt.  Mit einer Kuka-Software zur Prozessüberwachung und Dokumentation werden die Daten überwacht, elektronisch archiviert und stehen für weitere Analysemöglichkeiten zur Verfügung.

So erhalten Standbesucher den Überblick über den allgemeinen Anlagenstatus, Prozessdaten zur aktuellen Bearbeitung des Bauteils, die Schweißqualität des Bauteils und anstehenden Wartungen. Bei Interesse können die Daten auch auf die mobilen Endgeräte gespielt werden. Das funktioniert ganz einfach über das Scannen des QR-Codes.

 

Performance für jeden Anwendungsfall

Herzstück der modularen Zellen ist das neue Ready2-spot-speed-Paket. Das vorkonfigurierte und getestete Bundle ist nach wenigen Handgriffen betriebsbereit. Besonders Zulieferer aus der Automobilbranche bekommen damit ein Tool in die Hand, Punktschweißapplikationen für das Fügen von Stahl- und Aluminiumteilen schnell und einfach umzusetzen.

„Mit unseren Ready2-use-Paketen demonstrieren wir, wie die Zusammenarbeit in einer globalen Welt unter Partnern aussehen kann. Die Applikations-Pakete lassen sich punktgenau den jeweiligen Marktanforderungen entsprechend anpassen“, erklärt Angerer.

Die Zusatzsoftware Kuka.Servogun Basic ist ebenfalls auf der Messe zu sehen. Das Software-Paket ermöglicht eine hohe Prozessqualität und vereinfacht die Inbetriebnahme, Kalibrierung und auch die Programmierung von Punktschweißapplikationen mit Servozangen. Sie enthält zudem Diagnosefunktionen und ist über Kuka.Workvisual einfach zu installieren.

Zuwachs für die Produktfamilie

Der Kuka-Roboter KR Cybertech Arc HW feiert auf der Schweißen & Schneiden Europapremiere. Das Besondere: Mit einer Armlänge von 2.100 Millimeter hat der Roboter die größte Reichweite seiner Klasse auf dem Markt. Die Produktfamilie KR Cybertech Arc ist für Bahnapplikationen wie Schutzgasschweißen ausgelegt. Mit der Erweiterung um eine 50-Millimeter-Hollow-Wrist Hand (HW) können Schweißarbeiten jetzt noch präziser ausgeführt werden. Der Grund: Die Grundachsbewegung wird reduziert.

Neben einem präzisen Roboter sind auch passende Positionierer für ein optimales Schweißergebnis entscheidend. In Düsseldorf zeigt Kuka davon zwei Neuheiten. Der KP3-V2H S ist laut Kuka der schnellste Drei-Achs-Positionierer auf dem Markt. Mit Indexzeiten von zwei Sekunden hilft er, Taktzeiten zu reduzieren. Der kompakte zwei-Achser KP2-HV500 stellt die durchgängige optimale Bearbeitungsposition des Werkstücks sicher.