Schuler weiter im Aufwärtstrend

Hoher Auftragseingang und starker Anstieg beim Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2010/11

02. Juni 2011

• Bestellungen bereits nach sechs Monaten auf Niveau des gesamten Vorjahres

• EBITDA deutlich auf 35,7 Mio. € gestiegen

• Auch Konzernergebnis nach Steuern stark verbessert

• Geschäftsverlauf bleibt positiv - Ausblick angehoben

Bei anhaltend hohem Auftragseingang sind Umsatz und Ergebnis der Schuler AG im ersten Halbjahr 2010/11 (zum 31. März) kräftig gestiegen. Das Göppinger Unternehmen für Umformtechnik verbuchte bei einem Konzernumsatz von 403,7 (Vorjahr 291,7) Mio. € ein stark verbessertes Konzernergebnis (EBITDA) von 35,7 (6,1) Mio. €. Auch beim Konzernergebnis nach Steuern schaffte Schuler mit 6,6 Mio. € die Wende nach einem Verlust von 15,3 Mio. € im Vorjahr.

Schuler konnte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konzernweit neue Order über 817,4 Mio. € verbuchen. Dieser Auftragseingang übertraf nicht nur den Vergleichswert des Vorjahres von 293,9 Mio. € um fast 180 Prozent. Er entsprach bereits auch dem Auftragseingang des gesamten Geschäftsjahres 2009/10 von 818,4 Mio. €. Der Auftragsbestand zum 31. März 2011 lag mit 1,09 Mrd. € auf Rekordniveau und mehr als doppelt so hoch wie am 31. März 2010 mit 509,3 Mio. €.

Vorstandsvorsitzender Klebert: Aufschwung kommt im Ergebnis an

„Für uns ist nicht nur der anhaltend hohe Auftragseingang erfreulich“, sagte Schuler Vorstandsvorsitzender Stefan Klebert bei der Vorlage des Zwischenberichts. „Positiv ist zudem, dass unser geschäftlicher Aufschwung sektoral und geographisch breit verteilt ist. Durch die verbesserte Preisqualität der Aufträge und unsere Effizienzprogramme verbessert sich zunehmend auch unser Ergebnis.“

Schuler profitierte bei der Bearbeitung des hohen Auftragseingangs davon, dass der Konzern in der vorhergehenden Wirtschaftskrise einen großen Teil der Arbeitsplätze unter Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente erhalten hatte. Die Konzernbelegschaft blieb per 31. März 2011 mit von 5.051 (Vorjahr 5.059) Mitarbeitern nahezu unverändert. Die im vergangenen Geschäftsjahr vereinbarte Kurzarbeit lief weitestgehend aus. Der Personalaufwand stieg auf 155,8 (133,2) Mio. €. Der Materialaufwand legte dem abzuarbeitenden Auftragsvolumen entsprechend deutlich auf 199,7 (121,3) Mio. € zu.

Die drei großen Geschäftsbereiche des Schuler-Konzerns – Umformsysteme (Forming Systems), Automatisierung (Automation) und Werkzeuge (Tools) – verbuchten jeweils deutliche Umsatzsteigerungen und erreichten nach den Verlusten des Vorjahreszeitraums alle positive Ergebnisse vor Zinsen und Steuern (EBIT). Dabei steigerte Schulers größter Geschäftsbereich, die Umformsysteme, den Umsatz auf 322,2 (228,3) Mio. € und das EBIT auf 22,7 (-1,0) Mio. €.

Die regionale Verteilung des Konzernumsatzes gliederte sich im ersten Geschäftshalbjahr wie folgt: 32,3 Prozent der Erlöse entfielen auf Deutschland, 31,3 Prozent auf Asien, 21,9 Prozent auf Nord- und Südamerika, 13,6 Prozent auf das europäische Ausland und 0,9 Prozent auf andere Regionen.

Nettofinanzschulden deutlich niedriger

Der Schuler Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2010/11 mit einem operativen Cashflow von 100,7 (17,0) Mio. € deutlich mehr Mittel aus betrieblicher Tätigkeit als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Neben der stark verbesserten Ergebnissituation haben hierzu hauptsächlich hohe Kundenanzahlungen im Rahmen von Auftragsfinanzierungen beigetragen. Die Nettofinanzschulden konnten dadurch gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um über 100 Mio. € auf 6,1 Mio. € zurückgeführt werden.

Das Eigenkapital stieg im Vergleich zum 30. September 2010 aufgrund der positiven Ertragsentwicklung auf 122,9 (116,8) Mio. €. Weil sich gleichzeitig die Bilanzsumme vor allem durch die passivierten höheren Kundenanzahlungen auf 842,5 (726,8) Mio. € erhöhte, gab die Eigenkapitalquote von Schuler auf 14,6 (16,1) Prozent nach.

Ausblick angehoben

Auf Grundlage der aktuellen Datenlage und Marktentwicklung ist Schuler zuversichtlich, dass sich die günstige Geschäftsentwicklung in den verbleibenden Monaten des laufenden Geschäftsjahres fortsetzen wird. Die Restrukturierungsmaßnahmen des vergangenen Geschäftsjahres und das aktuelle Strategieprogramm „Zusammenwachsen“ werden zudem den positiven Ergebnistrend der vergangenen Monate fördern.

Vor dem Hintergrund des bisher guten Verlaufs des Geschäftsjahres erhöht Schuler seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2010/11. Der Vorstand erwartet nunmehr einen Konzernumsatz von über 900 Mio. €. Auf dieser Umsatzbasis hat sich Schuler eine EBITDA-Marge von über sieben Prozent zum Ziel gesetzt. Bisher wurde eine Prognose von rund sieben Prozent EBITDA-Marge bei einem damals erwarteten Konzernumsatz von 870 bis 920 Mio. € kommuniziert.