Schuler gründet Kompetenzzentrum Formhärten

Schuler bündelt das komplette Verfahrens- und Anlagen-Know-how des Konzerns rund um das Formhärten.

14. Februar 2007

Die Technologie des Formhärtens von Karosseriebauteilen hält weltweit verstärkt Einzug in den Automobilbau. Gründe sind die steigenden Anforderungen an den Insassenschutz, die von der Automobil- und Zulieferindustrie neue Lösungen im Stahlleichtbau fordern. Mit der Gründung des Kompetenzzentrums Formhärten zum Jahresbeginn am Standort Waghäusel bündelt Schuler nun das komplette Verfahrens- und Anlagen-Know-how des Konzerns rund um das Formhärten und bietet seinen Kunden neben dem Anlagenbau eine prozessübergreifende Beratung. Im neu gegründeten Kompetenzzentrum wird das Verfahren in Zukunft von den Experten aus der Verfahrenstechnik, dem Pressenbau, der Werkzeug- und Automationstechnik kontinuierlich für Anwendungen in der automobilen Serienfertigung weiterentwickelt. Die aktuellen Entwicklungen moderner Stahlwerkstoffe fließen bei der Realisierung zukunftsorientierter Systemlösungen ebenfalls mit ein.

Für Martin Lepper, Leiter der Business Unit Blechumformung bei Schuler SMG GmbH & Co. KG in Waghäusel, sind die Ziele klar formuliert: „Das Formhärten hat sich als Verfahren in der Automobil- und Zulieferindustrie etabliert. Unsere Ziele im Kompetenzzentrum sind die Verkürzung der Zykluszeiten, die Prozessoptimierung und dadurch die Senkung der Kosten pro Bauteil. Darüber hinaus planen wir in Zusammenarbeit mit unseren Kunden und den Stahlherstellern eine kontinuierliche Verbesserung der Bauteilqualität und die Steigerung der Flexibilisierung von Systemlösungen.“ Das Formhärten ist ein noch relativ junges, sehr komplexes Fertigungsverfahren mit einer Vielzahl von Einflussfaktoren auf Zykluszeit und Bauteilqualität. Mit der Erfahrung von mehr als 30 realisierten Anlagen weltweit verfügt Schuler mittlerweile über das Know-how der kompletten Prozesskette von der Platine bis zum fertigen Bauteil.