Schraube für höchstfesten Stahl

Die Mischbauweise kommt mittlerweile in fast alle Baugruppen von Fahrzeugen vor. Um verschiedene Materialien sicher zu verbinden, hat Ejot zwei Systeme entwickelt.

18. April 2019
Schraube für höchstfesten Stahl
Karosserierohbau ist das prädestinierte Anwendungsgebiet der Fügeverfahren von Ejot. (Bild: Ejot)

Die Mischbauweise kommt mittlerweile in fast allen Baugruppen von Fahrzeugen vor. Neben Stahl und Aluminium werden auch ultrahochfeste Stähle für Struktur- und Sicherheitsbauteile verwendet. Damit die Karosserie stabil und verwindungssteif ist, müssen die unterschiedlichen Werkstoffe sicher verbunden werden und hohen Belastungen standhalten. Für diese Anforderungen hat Ejot zwei Systeme entwickelt.

Schrauben

Wenn neben der einseitigen Zugänglichkeit bei der Montage auch die Lösbarkeit der Verbindung gefordert ist, ist die ›FDS‹-Schraube prädestiniert. Arbeitsgänge wie Vorbohren, Stanzen oder Gewindeschneiden sind damit überflüssig. Durch den hohen Gewindetraganteil der Schraube im geformten Durchzug entsteht eine spanlose, höherfeste Verbindung. Diese kann sowohl hohe Auszugsfestigkeiten als auch hohe Schubbelastungen übertragen. Durch das Aufschrumpfen des Durchzugs nach dem Verschrauben wird eine hohe dynamische Sicherheit erreicht. Somit entfallen zusätzliche Sicherungselemente.

Zum Vorlochen der Bauteile beim Fügen mit der FDS-Schraube hat Ejot eine Alternative entwickelt. Durch eine optimierte Schraubengeometrie kann etwa beim Fügen einer Rohkarosse in Space-Frame-Struktur auf das Lochen der Klemmteile komplett verzichtet werden. Hierzu wird die Geometrie der FDS-Schraube unterhalb des Schraubenkopfes verändert. Dadurch kann der aufsteigende Durchzug, der bislang im Vorloch des Klemmteils lag, in der Unterkopfauskehlung aufgenommen werden.

Reibelementschweißen

Eine weitere Option für das Fügen unterschiedlicher Materialien ist das ›Ejoweld‹-Reibelementschweißen. Diese Entwicklung bietet dem Anwender die Möglichkeit, mit einem robotertauglichen Reibelement-Setzgerät Mischverbindungen zu fügen. Neben den bewährten Fügeelementen ›Ejoweld CFF‹ für Fahrzeugstrukturen und ›Ejoweld SRE‹ für schmale Flansche und niedrigem Kopfüberstand, erweitert Ejot sein Portfolio um ein neues Element: den ›Ejoweld REF‹.

Das REF-Fügeelement ist hohl und ermöglicht dem Anwender das Fügen von Aluminium- und FVK-Platten auf Aluminiumblechen. Mithilfe eines stufenweise kontrollierten Prozesses lassen sich damit auf die Ausgangsmaterialien hin optimierte Verbindungen herstellen. Ein besonderer Vorteil ist die Möglichkeit, das REF-Element in einer Anlage zusammen mit einem CFF zu verarbeiten – damit lässt sich die Wirtschaftlichkeit deutlich steigern. Lediglich ein Amboss und ein zusätzlicher Förderer müssen installiert werden. Durch entsprechende Programm- und Fördererauswahl können mit einer abwechselnd drei verschiedene Materialkombinationen (Al/St, Al/Al; FVK/Al) gefügt werden.

www.industrie.ejot.de