Schnelles Bolzenanreißen

Die SD Automotive GmbH setzt seit Anfang 2015 Werklicht von der Münchner Extend3D GmbH zum Bolzenanreißen ein. Das Laserprojektionssystem weiß beim Dienstleister für die Automobilindustrie vor allem durch Schnelligkeit, Handlichkeit und Flexibilität zu überzeugen.

24. September 2015

„Wir setzen Werklicht seit Anfang 2015 im Rahmen eines aktuellen Projektes zum Bolzenanreißen ein“, erläutert Andreas Boog, Projektmanager im Karosseriebau der SD Automotive GmbH. „Unser Ziel ist ein schnelles und unkompliziertes Anreißen der Schweißbolzen im Fahrzeug. Zumal Werklicht – sofern die Vorbereitung sorgfältig durchgeführt wurde – flexibel bei verschiedenen Fahrzeugen einsetzbar ist.“

Anwendung findet Werklicht im Rohbau. In diesem Bereich wird der komplette Karosserierohbau – inklusive Anreißen und Setzen der Bolzen – erstellt. Damit die Schweißbolzen schneller angerissen werden können, suchte SD Automotive nach einer Lösung. Denn das Anreißen mit der Messmaschine dauerte relativ lange. Die Lösung fand das Unternehmen schließlich mit Werklicht von Extend3D.

Werklicht besteht aus zwei Kameras sowie einem Industrielaser zur Projektion. Das Herzstück ist die smarte Software, durch die digitale 3D-Plandaten mit der tatsächlichen Realität verbunden werden. Zunächst werden dafür existierende CAD-Daten aus allen üblichen Datenformaten eingelesen. Mit am Werkstück angebrachten Targets gleicht die Software die gespeicherten Pläne mit dem realen Körper ab und stellt die Referenz her. Dabei können sowohl das Werkstück wie auch der Projektor unterschiedliche Positionen einnehmen – jegliche Bewegungen werden durch die Software in Echtzeit ausgeglichen.

Das Funktionsprinzip von Werklicht erlaubt zum Beispiel per Laser- oder Videoprojektion Arbeitspunkte oder Bereiche exakt zu markieren oder Hinweise zu Arbeitsschritten direkt auf dem Werkstück anzugeben. Trotz der Kombination komplexer Technik ermöglicht die intuitive Bedienoberfläche den Mitarbeitern die Nutzung nach kurzer Einarbeitungszeit. Werklicht ist transportabel und innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Die Einrichtung des Systems ist absolut simpel: Im ersten Schritt erfolgt der Import der CAD-Daten des Bauteils in die mitgelieferte Software. Dann werden die Targets auf dem Bauteil platziert, um sich in das Bauteilkoordinatensystem einmessen zu können. Falls Regelgeometrien zu RPS Ausrichtungen vorliegen, können diese ebenfalls übernommen und darauf referenziert werden.

Werklicht hat sich bei SD Automotive bewährt, wie Andreas Boog bestätigt: „Nach einer gründlichen Einarbeitung erzielen wir mit dem System gute Ergebnisse. Zu den Vorteilen gehören das schnelle Anreißen, die Handlichkeit sowie die Flexibilität.“