Schneller löten

CMT-Löten

Gasdüsen spielen beim CMT-Löten eine entscheidende Rolle. Fronius erkannte das und entwickelte eine patentierte neue Gasdüsenform, die dafür sorgt, dass CMT Braze+ noch höhere Lötgeschwindigkeiten erlaubt.

17. März 2014

Mit der neuen Gasdüsenform, die Fronius in Zusammenarbeit mit der Technologieentwicklung Fügen der Audi AG herstellte, wurde das CMT-Löten weiterentwickelt.

Erste Anwendungen des neuen Verfahrens im Karosseriebau der Audi AG belegen, dass beim robotergestützten Löten auch unter realen Produktionsbedingungen in der Serienfertigung bis zu 3 m/min erreicht werden können. Die Lötnaht ist dabei besonders flach und sauber, so dass CMT Braze+ insbesondere für Einsatzbereiche geeignet ist, bei denen es auf die Nahtoptik ankommt.

Vorteile nutzen

Durch die extrem schmale konische Bauform der neu entwickelten Gasdüse tritt das Schutzgas mit hoher Geschwindigkeit aus und bewirkt eine Einschnürung des Lichtbogens, so dass schneller gelötet werden kann. Dabei reduziert sich der Gasverbrauch gegenüber Standardlichtbogenverfahren um bis zu 60 Prozent auf 3 bis 5 l pro Minute. Die hohe Strömungsgeschwindigkeit und das optimierte Brennerdesign sorgen zudem für eine hohe Kühlleistung, was lange Standzeiten garantiert. Auch deshalb kostet CMT Braze+ in der Anschaffung und im Betrieb weniger als bisher eingesetzte Verfahren.

Einsatz im Automobilbereich

Dank dieser Eigenschaften hat sich das modifizierte CMT-Verfahren in der Praxis bereits als effizientere Lösung gegenüber anderen Verfahren durchgesetzt: So konnte Audi in der Serienfertigung des Audi A7 mit dem Wechsel vom Plasmalöten zum modifizierten CMT Braze+ die Lötgeschwindigkeit von 2,5 auf 3 m/min steigern und gleichzeitig den Kostenaufwand merklich senken.

Gerade die niedrigen Investitions- und Verschleißteilkosten sowie die nur optional erforderliche Nahtführung und die erreichbare hohe Reproduzierbarkeit machen CMT Braze+ zunehmend auch für Anwendungen interessant, in denen bisher Laserlöten bevorzugt wurde.

Einfach umgerüstet

Wer schon ein CMT-System von Fronius sein eigen nennt, kann besonders einfach von den Vorteilen von CMT Braze+ profitieren: Lediglich der eigens für den Prozess entwickelte Brennerkörper und eine adaptierte Kennlinie sind in diesem Fall nötig, um den neuen Prozess nutzen zu können.

MOBIL UND BEQUEM

Das MMA-Schweißsystem Accupocket 150/400 von Fronius ermöglicht dank seines niedrigen Gesamtgewichts von 11 kg und eines Hochleistungs-Li-Ionen-Akkus eine große Bewegungsfreiheit beim E-Hand- und WIG-Schweißen. Mit einem vollgeladenen Akku (400 Wh) lassen sich acht 3,25-mm-Elektroden oder 18 Elektroden mit 2,5 mm Durchmesser verschweißen.

Das Ladegerät Activecharger fußt auf der ›Active Inverter Technology‹. Die Steuerung mit ›Accuboost Technology‹ stellt sicher, dass Akku und Schweißelektronik perfekt zusammenspielen. Der Akkumulator kann kurzzeitig überdurchschnittlich hohe Kurzschlussströme liefern.

Erschienen in Ausgabe: 02/2014