Schnell zur Qualitätskante

Mit den Kantenfräsen der Baureihe Trumpf TKA 300/500 lassen sich Kanten von Stahlblechen, Buntmetallen und Kunststoffen in bester Qualität entgraten oder für Schweißarbeiten vorbereiten.

29. März 2007

Elektrowerkzeuge zur Blechbearbeitung haben bei Trumpf eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1934 stellte das Ditzinger Unternehmen die erste motorbetriebene Handschere zum Schneiden von Blechen vor und legte damit den Grundstein für die umfassende »Kompetenz in Blech« der gesamten Firmengruppe. Seither entwickeln die Blechspezialisten - neben den stationären Maschinen zum Stanzen und Umformen, für die ­Laserbearbeitung und zum Biegen - ihre Profi-Elektrowerkzeuge ständig weiter und setzen als Innovationsführer auch in diesem Bereich Maßstäbe für die sich ändernden Anforderungen der Märkte.

Erfolgreiche Schweizer

Im Geschäftsjahr 2005/06 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Elektrowerkzeuge von Trumpf, der seit 1980 seinen Hauptsitz im schweizerischen Grüsch hat, mit 255 Mitarbeitern einen Umsatz von 72 Millionen Euro. Das aktuelle Produktspektrum umfasst Elektrowerkzeuge zum Trennen und Verbinden von Blechen sowie für das Formen von Schweißkanten. Die tragbaren, einfach zu bedienenden Trumpf-Werkzeuge werden weltweit von Kunden sowohl aus der Industrie als auch aus dem Handwerk eingesetzt.

Die Kantenfräser

Zum umfangreichen Produktportfolio gehören auch zwei Elektrokantenfräser. Im Vergleich zu den ansonsten verwendeten Winkelschleifern arbeiten die Kantenfräser im Durchschnitt fünf- bis zehnmal schneller. Kantenfräser der Typen TKA 300 und 500 werden verwendet, um saubere, grat- und oxidfreie Abschlusskanten an Blechen zu erstellen. Dies ist erforderlich, um beispielsweise die Verletzungsgefahr durch Grate bei Trägern und anderen zugänglichen Metallteilen auszuschließen. Ebenso wichtig ist die Vorbereitung von Kanten für Schweißarbeiten und das Verrunden oder Abfasen von Gehäuseblechen für einen gefälligeren optischen Eindruck. Auch in Kunststoff verarbeitenden Betrieben nutzt man Kantenfräser gerne für Entgrat­arbeiten.

Ohne weitere Nacharbeiten

Im Unterschied zu Winkelschleifern müssen Kantenfräser nur einmal an der Kante entlanggeführt werden, um eine einwandfreie Qualität zu erzielen. Sowohl bei geraden als auch gerundeten Kanten ist keine weitere Nachbearbeitung erforderlich. Dieser grundsätzliche Unterschied führt zu einer in der Regel fünf- bis zehnfach kürzeren Arbeitszeit. Mit den beim Einsatz von Winkelschleifern entstehenden Nachteilen wie starker Funkenflug und große Staubentwicklung räumen die Trumpf TKA-Werkzeuge ebenso auf. Zudem eignen sich Winkelschleifer sehr schlecht zur Bearbeitung von Buntmetallen und Kunststoffen, da diese Materialien in kurzer Zeit die Poren der Schleifscheiben zusetzen. Bei all diesen Materialien wie auch bei verschiedensten Stahlsorten erzielen die Kantenfräser Trumpf TKA 300 und 500 mit flotten Vorschubgeschwindigkeiten von vier bis sechs Metern pro Minute eine sehr gute Oberflächenqualität. Durch den kompakten Fräskopf dieser Modelle lassen sich auch kleine Radien und Innenkonturen gut bearbeiten.

In Zwei Ausführungen

Anwender können zwischen zwei Ausführungen von Kantenfräsern wählen: dem TKA 300 mit einem 850 Watt starken Antrieb und dem TKA 500 mit einer Leistung von 1.400 Watt. In der praktischen Arbeit unterscheiden sich die beiden Modelle hauptsächlich durch die erzielbare Fasenhöhe. Während der TKA 300 in Stahl der Qualität 400 N/mm2 bis zu 2,2 Millimeter hohe Fasen mit bis zu 3 Millimetern Länge fräsen kann, erzielt der stärkere TKA 500 in diesem Werkstoff bis 3,5 Millimeter hohe und 5 Millimeter lange Fasen. Dank dem moderaten Gewicht von 3 Kilogramm (TKA 300) beziehungsweise 3,5 Kilogramm (TKA 500) sind diese Werkzeuge angenehm zu handhaben, und die Bediener können lange und ermüdungsfrei damit arbeiten.

Erschienen in Ausgabe: 02/2007