Schneiden ohne Schlammschlacht

Fokus/Schneiden

Bei Wasserstrahlschneidanlagen bleibt die Entschlammung oft dem Anwender überlassen. Das integrierte automatische Reinigungssystem von STM bildet eine seltene Ausnahme.

13. Oktober 2014

Die bemerkenswerte Leistungsbreite der Wasserstrahl-Technologie wird für viele Unternehmen zunehmend interessant. Die Suche nach der passenden Wasserstrahlanlage gestaltet sich jedoch oft mühsam, weil es keine Erfahrungswerte gibt. Es fehlt oftmals der geschulte Blick für feine, aber entscheidende Unterschiede.

Für alle, die Materialien wie Metalle, Stein, Glas usw. mit Abrasivwasserstrahl schneiden wollen, ist das Thema Reinigung des Schneidbeckens bzw. Austragung des Abrasivschlammes ein gutes Beispiel. Dieser Aspekt scheint eine lästige Nebensache, ist aber dennoch Voraussetzung für einen effizienten Fertigungsprozess. Denn nicht selten müssen die Anwender nach Installation einer Anlage den Schlamm in Handarbeit aus dem Schneidbecken entfernen bzw. eine externe Reinigungsfirma beauftragen. Wer also ein böses Erwachen vermeiden will, sollte nicht auf ein zuverlässiges Reinigungssystem – im Idealfall ohne bewegliche Bauteile für die Entschlammung im Schneidbecken verzichten.

Eine gute Lösung bietet Maximator Jet für die Anlagen seines Systempartners STM. Hier gehört ein integriertes vollautomatisches Reinigungssystem zum Standard. Dieses System arbeitet mit einem Drei-Kammer-Absetzbecken und zwei energieeffizienten elektrischen Hochleistungspumpen, die das Wasser-Abrasiv-Gemisch kontinuierlich aus dem Schneidbecken in ein Absetzbecken umwälzen, von wo aus der Schlamm leicht entsorgt oder recycelt werden kann. Das senkt die operativen Kosten signifikant, sodass sich die Investition bei Vollauslastung im Regelfall bereits nach drei bis vier Jahren amortisiert hat.

Hat sich der Anwender erst einmal zum Kauf und Einsatz einer Wasserstrahlschneidanlage entschieden, dann muss sie laufen. Am besten nonstop. Das ist kein Problem, denn der Wasserstrahl bewährt sich meistens schnell. Dagegen kann das Thema Reinigung problematischer werden: Wird mit Abrasiv geschnitten, sammeln sich durchschnittlich 20 Kilogramm Abrasiv pro Schneidstunde in der Schneidanlage. Eine großformatige Anlage ohne Reinigungssystem würde im Zweischicht-Betrieb nach ca. zwei Monaten regelrecht überlaufen und müsste zur Reinigung erst einmal stillgelegt werden. Zudem lässt sich abgesetzter Abrasivschlamm nur noch mit Muskelkraft oder einem Kanalfahrzeug entfernen.

Deshalb sind die Anwender gut beraten, die beim Kauf einer Anlage eine Lösung für die Entschlammung ihres Systems mitbestellt haben. Der Vorgang kann mechanisch mit Ketten oder Schnecken ablaufen sowie mit externen Pumpen, die das Wasser-Abrasiv-Gemisch über ein im Schneidbecken integriertes Spül- und Absaugsystem absaugen und Wasser einspülen. Egal wie das Reinigungssystem ausgeführt ist, es muss automatisch mitlaufen und einwandfrei funktionieren.

Dies ist der erklärte Anspruch von Maximator Jet und STM, die darum die automatischen Reinigungssysteme aus dem hausinternen Systembaukasten dringend empfehlen. Dieses System arbeitet mit einem Drei-Kammer-Absetzbecken und zwei energiesparenden elektrischen Spezialpumpen, die das Wasser-Abrasiv-Gemisch aus dem Schneidbecken in das Absetzbecken umwälzen. Sie sind leicht zu warten und können Partikel bis zehn Millimeter Größe problemlos durchpumpen.

Da Abrasiv im nassen Zustand dreimal schwerer als Wasser ist, setzt es sich im Absetzbecken sofort ab. Bigbag-Einsätze sorgen für eine saubere Entsorgung der Sedimente als Bauschutt. Einige Abrasivmittel-Lieferanten nehmen das gebrauchte Abrasiv zurück und recyceln es. Der Kunde erhält für diesen Service sogar einen EMAS-Entsorgungsnachweis. Das Restwasser wird ohne weitere Säuberungsmaßnahmen wieder in das Schneidbecken zurückgepumpt. Neuerdings gibt es für STM-Anlagen ein automatisches Reinigungssystem mit der gleichen bewährten Pumpentechnik, das die Schlammentsorgung noch deutlich optimiert: Der Absetzbehälter ist fahrbar und kann per Gabelstapler entleert werden, zum Beispiel in eine Bauschuttmulde. Dank der eingesparten Bigbags sinken die ohnehin niedrigen Betriebskosten. Betreiber, die bisher nicht mit Abrasiv geschnitten haben, können die STM-Entschlammungssysteme jederzeit nachrüsten.

Euroblech Halle 12, Stand A10

Zahlen & Fakten

STM entwickelt seit über 20 Jahren Wasserschneidsysteme vor allem für die Stahl-, Aluminium-, Metall-, Kunststoff-, Stein- und Glasindustrie, die effizient, verschleißfest und gut zu bedienen sind. STM legt besonderen Wert auf Fullservice.

Maximator Jet ist ein Systemlieferant für die Wasserstrahlschneid-Industrie. Seit 1999 baut und vertreibt das Unternehmen schwerpunktmäßig hochspezialisierte Wasserstrahlschneidsysteme für Sonderanwendungen in ganz Europa.

In Entwicklung und Vertrieb arbeiten beide Unternehmen zusammen. Das Portfolio umfasst 2D- und 3D-Schneidsysteme sowie Hochdruckpumpen bis 6000 bar, Hochdruckkomponenten und Betriebsmittel.

Erschienen in Ausgabe: 05/2014