Schicken Sie Ihre Fabrik auf den Weg!

Technik

Einsparungen sind in jeder Produktion erwünscht. Allerdings nicht zu Lasten des Produktes. Schließlich gilt es, anspruchsvolle Kunden zu behalten. Deshalb ist es ratsam, an anderer Stelle einzusparen. Wieso nicht einfach die Logistikkosten senken?

06. Oktober 2016
Auf der Euroblech zeigt Dreistern die selbst entwickelte Inline-Messeinrichtung. Bildquelle: Dreistern
Bild 1: Schicken Sie Ihre Fabrik auf den Weg! (Auf der Euroblech zeigt Dreistern die selbst entwickelte Inline-Messeinrichtung. Bildquelle: Dreistern )

Dreistern antwortet auf die Kostenfrage mit einer mobilen Produktionslinie. Ausgangspunkt für diese Entwicklung war ein Bauunternehmen, das seine Produkte weltweit an seine Kunden verschiffen musste. Das heißt, es entstanden Transportkosten für die Bestellung des Coil-Materials zum Produktionsstandort und anschließend für das Liefern der fertigen Profile an den jeweiligen Bestimmungsort. Der große Nachteil: Die ungünstige Form der Profile führte – selbst beim vollen Beladen – dazu, dass jeder Container nicht einmal zur Hälfte gefüllt war.

Volle Laderäume beschert dagegen die Dreistern-Lösung: Denn jetzt werden an die Baustelle nur noch platzsparende Coils geliefert. Zusammen mit der mobilen Profiliermaschine von Dreistern (aufgeteilt auf drei leicht verknüpfbare Container) werden nun die Teile aus dem Container heraus dort hergestellt, wo sie verbaut werden. Es muss kein Transport von Fertigteilen bereitgestellt werden.

Dieses praktische und praktikable Konzept greift auf einige pfiffige Lösungen zurück. So ist es Dreistern gelungen, die Anlage um zehn Meter zu verkürzen. Grund dafür ist der Verzicht auf die Platinen-Einlaufbahn; stattdessen wird das Band direkt vom Coil in jeweiliger Profillänge getrennt. Die ursprüngliche Einlaufbahn nähme ansonsten die Länge des längsten herzustellenden Teiles her. Umgangen wird das, indem das Profil im ›Start-Stop‹-Betrieb in der laufenden Umformung angehalten wird, um einen präzisen und sauberen Trennschnitt zu gewährleisten.

Es wird nur eine einfache Schere für das flache Band verwendet, völlig unabhängig von der Profilform. Das Trennen und die Teilefertigung im besagten Fallbeispiel erfolgen nahezu schrottlos, lediglich ein Null-Trennschnitt zum Kalibrieren wird vorgenommen. Im Vergleich zum Trennen nach dem Profilieren reduziert dieses Konzept Kosten und Rüstzeit, da aufwendige Trennapparate und profilabhängige Wechselwerkzeuge weder beschaffen noch gewechselt werden müssen. Dank der Schnellwechselplatten und den flexiblen Einsatzmöglichkeiten von Stanz- und Trennvorrichtungen können vielfältige Profilformen für diverse Anwendung realisiert und mit minimalen Logistikkosten an fast jedem Ort der Welt produziert werden.

Einen Gedanken weiter geht Dreistern auf der Euroblech: Der Profilierungsanlagenhersteller führt die mobile Profiliermaschine samt automatischem Ankuppelsystem und selbst entwickelter Inline-Messeinrichtung live vor. Das neue Ankuppelsystem ist deutlich platzsparender verbaut, bietet mit einer Kuppelzeit unter drei Minuten enorme Zeitersparnisse und zu bisherigen Systemen – so behauptet Dreistern auch Preisvorteile.

Die Besucher auf dem Dreistern-Messestand sollen erfahren, welche weiteren Vorteile diese nachrüstbaren Konzepte hinsichtlich Minimierung der Umrüstzeit und Erhöhung der Prozesssicherheit mit sich bringen.

Euroblech Halle 27, Stand G60

Hintergrund

Der Profilieranlagenhersteller DREISTERN wurde 1949 gegründet und wird als Familienunternehmen in dritter Generation von Thomas Krückels geführt. Mit der Fachzeitschrift Bänder Bleche Rohre ist Dreistern seit ihrer Gründung im Jahre 1960 verbunden.

Erschienen in Ausgabe: 06/2016