Saubere Luft beim Schweißen großer Bauteile

Technik/Luftfilteranlagen

Wie lassen sich Schweißer beim Bearbeiten großer Bauteile an häufig wechselnden Arbeitsplätzen vor gesundheitsgefährdenden Partikeln aus der Luft schützen? Abhilfe schaffen Absaug- und Filteranlagen, die die schadstoffhaltige Luft punktgenau erfassen und filtern.

13. Oktober 2015

Herkömmliche mobile Luftfilteranlagen erweisen sich häufig als zu unhandlich und zu wenig leistungsstark. Anders die neue flexibel verstellbare ›Variocube‹.

Mit dem Gerät aus der ›Filtercube‹-Serie präsentiert Teka eine Absaug- und Filteranlage, die eigens für den Einsatz in Großteileschweißereien wie dem Stahlbau oder auf Werften konstruiert wurde. Sie verbindet kompakte Abmessungen und eine robuste Bauart mit einem hohen Maß an Flexibilität und Bedienerfreundlichkeit.

Zwölf Arbeitsplätze gleichzeitig

Das Gehäuse (circa 0,80 m breit x 1,2 m tief x 2,9 m hoch) erweist sich als stabil und platzsparend: Es ist aus 5 mm starkem Stahlblech gefertigt und benötigt nicht mehr Stellfläche als eine Europalette. Kein Bauteil ragt über das Grundflächenmaß hinaus. Die Anlage verfügt über sechs stabile Klappen mit Öffnungen. Andere Spezifikationen sind möglich. Die hieran angeschlossenen Absaugschläuche können die schadstoffhaltige Luft über Verteiler an zwölf Arbeitsplätzen gleichzeitig aufnehmen. Sie erfassen die Emissionen punktgenau an der Entstehungsstelle – wie von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall empfohlen.

Leistungsstark und flexibel

Die Mittelvakuumanlage mit Hochleistungsturbine erzeugt eine Pressung bis zu 10000 Pascal und kann mit Schlauch-Nennweiten zwischen 100 mm und 50 mm die schadstoffhaltige Luft erfassen. So bleibt der Unterdruck auch beim Einsatz langer Absaugschläuche konstant und die Absaugleistung hoch.

Das System ist flexibel und sicher: Die bis zu 40 Meter langen Schläuche geben den Anwendern beim Bearbeiten großer Bauteile maximale Bewegungsfreiheit und passen selbst durch kleine Öffnungen. An den Absaughauben befindet sich ein Magnetfuß, der sich leicht andocken und wieder lösen lässt. So sind Mitarbeiter auch beim Schweißen in engen Räumen effektiv vor gesundheitsschädlichen Partikeln geschützt.

Staubklasse M reicht aus

Die Filterpatronen der Staubklasse M weisen einen hohen Reinigungsgrad auf. Sie sind gemäß DIN EN 60335-2-69 für Stäube mit einem Arbeitsplatzgrenzwert ? 0,1 mg/m? Luft geeignet und scheiden selbst feine Stäube in einer Größenordnung von 0,2 bis 2 µm zu mehr als 99,9 Prozent ab. Die gereinigte Luft kann wieder in die Halle zurückgeführt anstatt nach draußen geleitet zu werden.

Ein integrierter Vorabscheider verhindert, dass grobe Partikel direkt auf die Patronenfilter treffen. Schwere Teilchen werden so von vornherein abgeschieden und fallen in den dafür vorgesehen Staubsammelbehälter. Erst im vorgereinigten Zustand trifft die Luft auf die Filter. So bleiben diese länger sauber und weisen deutlich höhere Standzeiten auf, was erhebliche Kosteneinsparungen mit sich bringt. Auch angesaugte Funken werden bereits im Vorfeld abgeschieden und so die Brandgefahr minimiert.

Anwenderfreundlich und leicht zu bedienen

Die Filtersteuerung und die Stern-Dreieck-Schaltung sind in separaten Gehäusen untergebracht. Diese lassen sich bei Bedarf schnell von den Harting-Steckkontakten lösen und austauschen. Ein störungsfreier Betrieb ohne Unterbrechungen ist möglich. Die Siemens-Filtersteuerung S7 ist zusätzlich mit einer leicht zu bedienenden, externen Bedieneinheit ausgestattet, die optional erhältlich ist. Die Steuerungsparameter der Filtersteuerung lassen sich bei Bedarf hierüber verändern.

Timer und automatische Kontrolle

Mehrere Komponenten gewährleisten einen reibungslosen Betrieb. Mit Hilfe der Timerprogrammierung können Anwender festlegen, zu welchen Zeiten sich die Anlage automatisch an- und ausschalten soll. Dies hat den Vorteil, dass sich der Energieverbrauch senkt und Zeit zur Abreinigung im Offlinemodus bleibt, was die Absaugleistung hoch hält. Ein Sensor überwacht den Verschmutzungsgrad der Filter. Sind diese voll, lassen sie sich automatisch per Druckluft abreinigen. Auch die Füllhöhe des Staubs im Sammelbehälter, der sich über eine Schienenführung leicht aus der Anlage herausbewegen und entleeren lässt, wird kontrolliert. Ein Druckwächter löst ein Signal aus, falls der Versorgungsdruck unter 2 bar fällt. Der Start des Systems wird blockiert, die laufende Anlage schaltet sich aus. Ein Phasenwender sorgt dafür, dass sich die Drehrichtung des Ventilators bei Bedarf automatisch wechselt.

Plug and play

Die Absauganlage ist wird steckerfertig geliefert und ist schnell einsatzbereit. Da sie ohne Rohrleitungen auskommt, entfällt eine aufwendige Installation und Montage. Das heißt: Sie kann ohne zeitliche Verzögerung direkt in Betrieb genommen werden. Einen einfachen und schnellen Transport der Anlage von einer Baustelle zur nächsten ermöglichen Kranösen und Stapleröffnungen.

Schweisstec Halle 6, Stand 6106

Hintergrund

Die TEKA Absaug- und Entsorgungstechnologie GmbH wurde 1995 von den Geschäftsführern Jürgen Kemper und Erwin Telöken gegründet. Das Unternehmen zählt europaweit zu den führenden Herstellern von Absaug- und Filteranlagen für Industrie, Handwerk und Labor. Teka beschäftigt rund 100 Mitarbeiter. Das Produktportfolio umfasst neben mobilen und stationären Absaug- und Filteranlagen auch Brennschneidtische sowie Sicht- und Schallschutz.

Erschienen in Ausgabe: 06/2015