Rund um den Laser

Zur Euroblech zeigte IPG Laser Produkte rund um das Laserschneiden, Laserschweißen und Industrie 4.0.

31. Januar 2017
Mit dem neuen YLS-12000-Cut von IPG Laser können Schneidgeschwindigkeiten erreicht werden, die um den Faktor 4 bis 5 über denen von Vier-Kilowatt-Schneidmaschinen liegen. (Bild: IPG Laser)
Bild 1: Rund um den Laser (Mit dem neuen YLS-12000-Cut von IPG Laser können Schneidgeschwindigkeiten erreicht werden, die um den Faktor 4 bis 5 über denen von Vier-Kilowatt-Schneidmaschinen liegen. (Bild: IPG Laser))

Neue Leistungsklasse fürs Laserschneiden

Mit den neuen YLS-12000-Cut- und YLS-10000-Cut-Lasern von IPG Laser können Schneidgeschwindigkeiten erreicht werden, die um den Faktor vier über denen von Vier-Kilowatt-Schneidmaschinen liegen. Aufgrund des modularen Aufbaus sind Faselaser heute skalierbar in der Leistung. Die Zehn- und Zwölf-Kilowatt-Laser aus der IPG-Cut-Serie schaffen das auch bei identischer Strahlqualität und erhöhen die Produktivität der Schneidmaschinen.

Laserschweißzange mit neuen Features

Seit einigen Jahren wird die Laserschweißzange von IPG in unterschiedlichen Industrieanwendungen eingesetzt. Die Laserschweißzange LSS5 M ergänzt die Baureihe als kompaktes Schweißwerkzeug.

Mit Laserleistungen von eins bis vier Kilowatt, integrierter Kühltechnik und komfortabler Ansteuereinheit bildet dieses kombinierte Schweiß- und Spannwerkzeug ein ideales Tool für das Schweißen hochfester Stähle, verzinkter Blechpaarungen oder Aluminium. Basierend auf der effizienten Faserlasertechnik mit Wirkungsgraden größer 40 Prozent ist dieses Werkzeug eine günstige Alternative zum Widerstandspunktschweißen.

Nanosekunden-Laser mit fünf Kilowatt Leistung

Der YLPN-50-120-5000-S von IPG ist ein leistungsstarker, gepulster Nanosekunden-Laser. Mit Pulsenergien von 50 Megajoule und einer mittleren Leistung von 5.000 Watt wird dieser Laser für großflächige Anwendungen, wie das Laserstrahlreinigen, eingesetzt. Mit einer Stellfläche von nicht einmal einem Quadratmeter ist der Laser aufgrund des hohen elektrischen Wirkungsgrad die kompakteste Laserquelle in diesem Leistungsbereich.

Zwei Fasern in einer Strahlquelle

Die neuen YLS-6000-2FF-Faserlaser sind mit zwei Fasern aus einem Laser ausgestattet. Das spart Stellfläche, und Maschinenkonzepte können kompakt aufgebaut werden. Über eine Maschinenschnittstelle wird dann die jeweilige Laserleistung angefordert. Entweder auf einer Arbeitsfaser oder gleichzeitig verteilt auf beide Bearbeitungsoptiken. Somit können Stückkosten reduziert und die Faserlaserquelle flexibel eingesetzt werden.

 

Multikernschweißen und Löten

IPG hat ein neues Systemkonzept hervorgebracht. Bei dem Multikern-Faserlaser werden mehrere lichtführende Kernfasern zu einem Lichtleitkabel zusammengefasst und können zudem einzeln moduliert und angesteuert werden. Der kompakte und modulare Aufbau der Laserquelle erleichtert die Integration in bereits bestehende Anlagen- und Systemkonzepte.

Die Prozessfaser des Multikern-Hochleistungsfaserlaser YLS-5000-BR kann in Anzahl, Durchmesser sowie Anordnung der lichtführenden Kernfasern variiert werden, wodurch ein spezielles Prozessfaserdesign für unterschiedliche Applikationen entworfen werden kann. Zur Laserstrahlerzeugung werden diodengepumpte Faser-Lasermodule eingesetzt, die einzeln oder zur Leistungserhöhung mittels eines Combiner-Elements zusammengeführt und individuell durch die Kernfasern geleitet werden.

Die Ausgangsleistung der Module liegt je nach Modell zwischen 700 Watt und 1.800 Watt. Mit einem Wirkungsgrad von 50 Prozent setzt der Faserlaser neue Maßstäbe. Beim Trifokallöten wird im Gegensatz zum herkömmlichen Monofokallöten durch zwei zusätzlich vorlaufende Spots, die Oberfläche des zu fügenden Bauteiles von der Schmutz-, Oxid- und Zinkschicht befreit.

Cladding-Faserlaser für viele Anwendungen

Auftragsschweißen, Härten, Löten sind nur einige Anwendungen, die mit dem neuen Cladding-Laser-System von IPG günstig ausgeführt werden können. Mit der bewährten, kompakten Fasertechnik kann das System mit Leistungen von vier bis zehn Kilowatt und Faserdurchmessern von 600 bis 1.000 Mikrometer ausgestattet werden. Auch hochreflektive Materialien wie Kupfer oder Messing können ohne Probleme mittels Faserlaser bearbeitet werden.

Neuer, kompakter Laser

Unaufhörlich arbeiten Maschinenhersteller an der Reduzierung der Stellfläche, um Kosten zu senken. IPG unterstützt das mit der Erweiterung der Faserlaser-Serie YLR. Verfügbar sind 1.500 Watt in der kompakten 19-Zoll-Rackbauweise. Das bedeutet eine enorme Reduzierung der Baugröße. Der hohe Wirkungsgrad der YLR-Faserlaser von 40 Prozent erlaubt ein Standard-220-Volt-Netzgerät zur Versorgung.

Die Laser lassen sich über Ethernet, RS232-Schnittstelle und Digital-/Analog-Eingänge ansteuern. Wahlweise stehen Prozessfasern mit 50 oder 100 Mikrometer zur Verfügung. Ab sofort ist die bewährte Puls-Programmierung-Software in der YLR-Serie verfügbar. Neu ist ebenfalls die Ausstattung mit einer Web User Control und Service Utility, die eine einfache Wartung und Prüfung des Gerätes ermöglicht.

Schweißköpfe für die perfekte Verbindung

Die Laser-Schweißköpfe FLW Welding Head haben eine hohe Performance. IPG bietet hierbei D30-Schweißköpfe bis sechs Kilowatt Laserleistung und D50-Schweißköpfe bis 50 Kilowatt Leistung an. Durch einen kompakten, versiegelten Aufbau und ein optimiertes Heat Management haben sich die Schweißköpfe einige Jahre in der Industrie bewährt. Integrierte Sensoren im Schweißkopf sorgen für eine Online-Überwachung des Schutzglases.

Prozessköpfe für dynamische Strahlformung

IPG Laser erweitert mit den sogannten Wobbleköpfen für dynamische Strahlformung die Produktpalette der Prozessköpfe. Sie sind baugleich zur FLW-Welding-Head-Serie, haben jedoch zusätzlich zwei Servospiegel, die es erlauben, den Strahl in zwei Richtungen abzulenken. Hiermit können Kreisbewegungen mit Frequenzen von mehreren hundert Hertz bis zu einem Hertz erzeugt werden.

Partner für Industrie 4.0

Faserlaser, Bearbeitungsköpfe und Systeme werden von IPG mit Schnittstellen ausgerüstet, die eine digitale Vernetzung in einer Gesamtumgebung ermöglichen. So gibt das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, unterschiedliche Softwarelösungen zu entwickeln. Die Evolution Industrie 4.0 wird schrittweise erfolgen. Wichtig ist, dass heutige Produkte für die zukünftigen Anforderungen ausgerüstet sind. Der Zugriff auf die Information erfolgt dann auf Industrierechnern, Tablets oder Smartphones.