Rohstoffeinsparung ist die treibende Kraft

Internationales Technik-Symposium „Leichtbau“ auf der EMO Hannover 2007

04. Juni 2007

Leichtbau ist in vielen Bereichen der Investitionsgüterindustrie ohnehin ein „heißes“ Thema. Vor dem Hintergrund der lebhaften Debatten über den Klimaschutz gewinnt es zusätzlich an Aktualität. Bei allen Überlegungen in Wissenschaft und Industrie ist der wachsende Zwang, Gewicht zu reduzieren, um Rohstoffe und Energie einzusparen, die treibende Kraft. Dabei gilt es jedoch, die notwendige Stabilität für die Funktionstauglichkeit der „leichten“ Teile zu wahren. „Hier ist die Fertigungstechnik gefragt“, sagt Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitglied des Leitungskreises des Instituts für Leichtbau und Umformtechnik an der Universität Dortmund. „Die Kunden aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie wollen einerseits immer mehr Gewicht reduzieren und andererseits immer mehr zusätzliche Funktionen in die Bauteile integrieren.“ Daher ist der Leichtbau eine Gemeinschaftsaufgabe von Konstruktions-, Werkstoff- und Fertigungstechnik. An den idealen Bearbeitungsverfahren für leichte Werkstoffe wird intensiv gearbeitet. Dabei wird die gesamte Palette vom Urformen über Umformen, Zerspanung, Füge- und Montagetechniken untersucht. Künftige Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte müssten jedoch inderdisziplinäre Fertigungs- und Auslegungsstrategien umfassen, so Kleiner. Nur so könnten die immer komplexer werdenden Produkte effizient von der Idee über den Prototyp in die industrielle Anwendung überführt werden. Wo genau die Reise hingeht, sowohl bei den Anwendern als auch in der Produktionstechnik, darauf gibt das internationale Technik-Symposium auf der EMO Hannover 2007 die Antwort. Am 18. September 2007 diskutieren Fertigungsexperten über „Intelligenten Leichtbau ? Herausforderung für die moderne Produktionstechnik“. Anwender aus der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau schildern ihre Anforderungen an moderne Leichtbaukonzepte und die dafür notwendige Fertigungstechnik; Hersteller von Werkzeugmaschinen und Komponenten stellen beispielhaft Lösungen zur Umsetzung dieser Anforderungen vor.