Rohrverlegung auf Hochtrasse

Auf einer Werksfläche von 1.000.000 Quadratmetern produziert die MAN Truck & Bus AG am Standort München komplette LKW der schweren Baureihen zwischen 18 und 41 Tonnen sowie einzelne Komponenten, wie Fahrerhäuser und Achsen. Die Medienversorgung des Werks findet über Energiekanäle statt, die aufgrund ihres Alters sanierungsbedürftig waren. Um künftig eine bessere Zugänglichkeit zu den Rohrleitungen zu haben, beschloss MAN, diese durch Hochtrassen zu ersetzen. Mennicke wurde mit der Neuverlegung der Leitungen beauftragt.

11. August 2015
Mennicke verlegte insgesamt rund 1.500 Meter Rohrleitungen. Der Betriebsablauf bei MAN wurde dabei kaum gestört. (Bild: Mennicke)
Bild 1: Rohrverlegung auf Hochtrasse (Mennicke verlegte insgesamt rund 1.500 Meter Rohrleitungen. Der Betriebsablauf bei MAN wurde dabei kaum gestört. (Bild: Mennicke))

Die zuvor erdverlegten Medienleitungen für Gas, Heizung und Druckluft mussten im Zuge des Neubaus auf eine 8,50 Meter hohe, 225 Meter lange Stahlrohrbrücke umverlegt werden. Großes Plus dieser oberirdischen Installation: Die Leitungen sind in Zukunft leichter erreichbar – zum Beispiel bei anstehenden Reparaturarbeiten. Aufwendige Tiefbauarbeiten können so umgangen werden. Das 15-köpfige Mennicke-Team übernahm sämtliche Arbeitsschritte von der Verlegung der Rohre, über das elektrische Verschweißen der einzelnen Rohrstränge mittels WIG-Verfahren, bis zur Isolierung der Rohrleitungen. Insgesamt wurden 500 Meter DN 250/200, 380 Meter DN 250 und 170 Meter DN 250 Heizungsrohre verlegt. Hinzu kamen noch Heizungsrohre DN 100 für die Nutzung der Abwärme aus der zentralen Drucklufterzeugung mit einer Trassenlänge von 220 Metern sowie 220 Meter Leitung für Druckluft DN 250/150. Die verlegten Medienrohre bestehen aus Stahl und sind in dämmenden Schaum eingebettet. Das Ganze ist von einem Spiralfalz-Blechmantel umgeben – im Gegensatz zur unterirdischen Verlegung, bei der Kunststoffrohre zum Einsatz kommen.

Die vorgefertigten Rohrstücke waren je zwölf Meter lang und 720 Kilogramm schwer. Ein Autokran hob die Rohre auf die zehn Meter hohe Rohrbrücke. Bei den 24 Metern Leitung, die in einem Arbeitsgang verlegt wurden, betrug die Kranlast 1,5 Tonnen. Neben der Verlegung war Mennicke auch für einzelne Stahlkonstruktionen der Rohrbrücke sowie alle Unterkonstruktionen und Rollenlager verantwortlich. Einmal mehr stellten die Rohrleitungsbauer ihre Flexibilität unter Beweis: Die Leitungen wurden nach und nach, zumeist am Wochenende, in Betrieb genommen, um Unterbrechungen des Betriebsablaufs so gering wie möglich zu halten. Nach einer Bauzeit von fünf Monaten schloss Mennicke das Projekt erfolgreich ab.