Rohre effizient biegen und trennen

Präzision und Prozesssicherheit sind in der Rohrbearbeitung gefragt. Wie sich beides verbinden lässt, zeigt Maschinenbauer Transfluid auf der diesjährigen Blechexpo.

24. September 2019
Rohre effizient biegen und trennen
Rohrbiegemaschine ›T Bend DB 2090–3A-CNC‹ (Bild: Transfluid)

»Wichtig ist uns, zusammen mit unseren Kunden die ideale Lösung zu finden«, erläutert Stefanie Flaeper, Geschäftsführerin bei Transfluid. Dazu hat Transfluid neben Biege- und Trennmaschinen die Maschinenreihe ›T Form‹ im Portfolio. Damit lassen sich komplexe Geometrien umformen. Hinzu kommen unsere Software ›T Project‹ und der Bereich ›T Motion‹. Hier führen die Ingenieure die Bearbeitungsprozesse in leistungsstarken Automationssystemen zusammen.

Biegen vom Einzelstück bis zur Großserie

Die Lösungen für das effiziente Biegen umfassen teil- oder vollelektrische Maschinen sowie Anlagen für sehr kleine und große Rohrdurchmesser bis 325 Millimeter. So ist beispielsweise die Biegemaschine ›T Bend DB 2090-CNC‹ für Rohre bis 100 Millimeter in allen Materialien einsetzbar. Sie ermöglicht ebenfalls die Rohrbearbeitung von Radien mit 1,5xD oder kleiner.

Darüber hinaus sorgen kurze Rüstzeiten für mehr Flexibilität bei der Produktion und eine höhere Wirtschaftlichkeit. Transfluid bietet seine Rohrbiegemaschinen mit einer abgestimmten Ausstattung an, etwa einem Radienwechsler oder der Möglichkeit zum Rohrtrennen auf der Biegemaschine bei guten Trennergebnissen und hervorragenden Messerstandzeiten.

Per Software zum sicheren Biegeergebnis

Um die Biegemaschine in den Produktionsprozess einzubinden, hat Transfluid seine Software ›T Project‹ weiterentwickelt. Die Neuerungen umfassen vor allem die Bedienbarkeit der Maschinensteuerung sowie das vereinfachte Tool für die Isometrieberechnung und den Kollisionstest. In der Erweiterung steuert T Project Betriebsabläufe und verknüpft sich mit sämtlichen Mess- und CAD-Systemen.

»Unser Anspruch war es, dem Bediener mit der Maschinensteuerung die Möglichkeit zu geben, Fertigungsabläufe an der Maschine zu verbessern«, fasst Benedikt Hümmler, Geschäftsführer Konstruktion und Produktion bei Transfluid, zusammen.

Maschinen für verschiedene Anforderungen

Transfluid entwickelt kontinuierlich neue Bearbeitungsmethoden, die teilweise auch werkzeugunabhängig genutzt werden können. Hier schaffen zum Beispiel Stauchmaschinen wie die ›T Form REB 632‹ mit unterschiedlichen Ausstattungen und hydraulischem oder elektrischem Antrieb Möglichkeiten für die präzise und schnelle Umsetzung verschiedenster Formen.

Besonderheiten sind die inkrementelle, also schrittweise, und die Hochgeschwindigkeits-Umformung. Hiermit werden Produkte durch neue Werkstoffe leichter und stärker belastbar. Ebenso eröffnet die Transfluid-Rolliertechnik neue Potenziale einer werkzeugunabhängigen Formgebung.

Sauber trennen

Vor dem Biegen oder Umformen muss das Rohr nach wie vor als erstes auf die richtige Länge gebracht werden. Dafür stehen bei Transfluid verschiedene Trennmöglichkeiten zur Verfügung, wie das erwähnte Messertrennverfahren auf der Biegemaschine und das spanlose Trennen mit den Maschinen der Produktreihe ›T Cut‹. Beim Messertrennverfahren wird mit fortschrittlichen Messertechnik eine nahezu absolute Rundheit nach dem Trennvorgang sichergestellt.

Die Maschinen zur spanlosen Rohrtrennung bis 28/50 Millimeter ermöglichen einen schnellen und sauberen Trennschnitt bei einer Ausbringung von 1.600 Stück pro Stunde – und das sowohl von der Stange als auch vom Coil. Die ›T Cut RTO 628‹ verbessert zusätzlich die Schnittlängen zur Minimierung von Restlängen, und ermöglicht dank des sauberen Schnittergebnisses eine unmittelbare Weiterverarbeitung. Umformungen können direkt an der Schnittfläche durchführt werden.

Rohrbearbeitung systematisch verknüpft

Um Bearbeitungsschritte zielgerichtet zu verbinden, setzt Transfluid seine Automationssysteme kundenspezifisch um. Die Auswahl reicht vom einfachen Handling bis zur Vollautomation über einen Roboter.

Sämtliche Automationssysteme haben verschiedene Kontrollmechanismen: Optische Messeinrichtungen oder mechanische Kontrollen sorgen für eine hohe Qualität der Produkte. Bei den Lösungen steht das Plug-and-play-Prinzip im Fokus. So kann mit der Produktion direkt gestartet werden.