Rohr an Rohr

Mit den neuen modularen Rohr-an-Rohr-Schweißzangen vom Typ OP präsentiert Orbitalum Tools eine kompakte Lösung zum automatisierten WIG-Orbitalschweißen mit Zusatzdraht für un-, niedrig- und hochlegierte Rohre sowie deren Schwarz-Weiß-Verbindungen.

13. April 2012

Die Zangen sind mit ihren klein dimensionierten Modulen – Basismaschine, Zangenmodul und Kaltdrahteinheit – geeignete Werkzeuge in der Fertigung von Rohrschlangen für Wärmetauscher, Sammlern sowie im Kesselbau. Ab einer Rohrwandstärke von zwei Millimetern muss mit Zusatzdraht (Kaltdraht) geschweißt werden; ab vier Millimeter erfordert die Geometrie der Schweißnaht das Pendeln des Brenners bei Füll- und Decklagen.

Die OP-Baureihe umfasst drei Zangentypen – OP 46, OP 51 und OP 102 – mit nahezu baugleicher Basismaschine und Kaltdrahteinheit (1-Kilogramm-Spule). Den Unterschied bestimmt der maximal schweißbare Rohraußendurchmesser des Zangenmoduls (46, 51 oder 102 Millimeter). Wobei der Anwender bei den Typen 51 und 102 die zusätzliche Ausstattung mit automatischer Regelung des Lichtbogenabstandes (AVC = Arc Voltage Control) und integrierter Pendelung des Brenners (OSC = Oscillation) wählen kann. Damit lassen sich Rohre bis zu zwölf Millimeter Wandstärke verbinden.

Gegenüber herkömmlichen Orbitalschweißzangen kann die OP-Baureihe gleich mehrfach punkten: Zangenkörper, Brenner und Spannbacken sind wassergekühlt, so dass auch bei hohen Strömen (bis 200 Ampere) stets reproduzierbare, qualitativ hochwertige Schweißnähte garantiert sind. Die Wärmeeinflusszone bleibt schmal. Ein weiterer Vorteil dieser umfassenden Kühlung: Um die Schweißbarkeit chromhaltiger, martensitischer Rohre zu gewährleisten, müssen diese auf 150 bis 200 Grad Celsius vorgeheizt werden - für die OP-Baureihe kein Problem.

Die Kammer mit dem orbital um das Rohr fahrenden Brenner wird über einen etwa ellenlangen Flachschlauch (vier Kanäle) aus hitzebeständigem Viton versorgt – mit Zusatzdraht, Schutzgas, Kühlwasservorlauf mit Kupferzopf zur Stromübertragung, Kühlwasserrücklauf, ebenfalls mit Kupferzopf. Diese Konstruktion der federleichten Versorgung erlaubt es dem Bediener, die Zange zu positionieren, den Schweißvorgang zu starten und eigenständig ablaufen zu lassen, während er zum Beispiel im effizienten wirtschaftlichen Wechselbetrieb eine zweite Schweißzange an der nächsten Fügestelle positioniert.

Für das Gelingen des Schweißergebnisses ist es gleich, ob die zu verbindenden Rohre waagerecht, senkrecht oder geneigt angeordnet sind. Jede andere Rohr-an-Rohr-Schweißzange erfordert schon im waagerechten Betrieb die volle Aufmerksamkeit und Unterstützung des Bedieners. Während des kompletten Fügeprozesses muss dieser darauf achten, dass sich das von der Stromquelle kommende schwere Schlauchpaket korrekt zum Umlauf des Brenners aufwickelt. Dies bedeutet auch für den Drehantrieb der Zange Schwerstarbeit sowie erhöhten Verschleiß.