Roboter trifft FTS

Yaskawa und Clearpath haben gemeinsam ein mobiles System zur Maschinenbeschickung entwickelt. Die vollintegrierte Lösung wird aus dem fahrerlosen Transportsystem (FTS) Otto 1500 von Clearpath und einem darauf montierten Handlingroboter Motoman MH12 von Yaskawa bestehen. Das Projekt befindet sich derzeit in der Entwicklung und wird auf der Automatica als Prototyp vorgestellt.

10. Juni 2016

„Unsere Partnerschaft mit Clearpath wird der Industrie eine robuste, hochintegrierte Lösung zur flexiblen und dynamischen Fortbewegung von Robotern am Arbeitsplatz liefern“, so Roger Christian, Leiter der Abteilung für Produktentwicklung bei Yaskawa in den USA. „Diese autonome modulare Lösung bietet eine Alternative zur konventionellen Nutzung stationärer Roboter.“

Das Motoman-Modell MH12 ist auf zwölf Kilogramm Tragkraft und eine horizontale Reichweite von 1.440 Millimetern ausgelegt. Ein hohles Handgelenk erleichtert die Medienführung zum Greifer. Seine flexible und schlanke Konstruktion ermöglicht eine höhere Geschwindigkeit, eine größere Reichweite und eine höhere maximale Nutzlast als die aktuellen mobilen Beschickungslösungen anderer Anbieter, so der Hersteller.

Nutzlast von 1.500 Kilogramm

Das fahrerlose Transportsystem (FTS) Otto 1500 bietet eine Nutzlast von 1.500 Kilogramm und besteht aus industrietauglichen Komponenten, die den erhöhten Belastungen in Produktionsumgebungen gewachsen sind. Es steht für einen höheren Durchsatz, geringere Betriebskosten und lässt sich flexibel an veränderte Materialflussprozesse anpassen.

„Wir freuen uns darüber, zusammen mit Yaskawa an der Zukunft der mobilen Beschickungs- und Arbeitsroboter arbeiten zu können“, erklärt Matt Rendall, Geschäftsführer von Clearpath. „Die Zusammenführung unserer autonomen Industriefahrzeuge mit Yaskawas Roboterarmen wird ein neues Kapitel in der automatisierten Maschinenbeschickung eröffnen.“

Der Roboter navigiert anhand bestehender räumlicher Gegebenheiten, so dass es keinerlei Orientierungshilfen oder Reflektoren in der Betriebsumgebung bedarf. Aufgrund seiner modularen und skalierbaren Konstruktion lässt er sich als Einzelsystem betreiben und im Zuge wachsender Bedürfnisse jederzeit erweitern.

Wechselnder Einsatz möglich

Zudem lässt sich das System rekonfigurieren, wenn sich Betriebsablauf oder Infrastruktur der Produktionsanlage ändern. Auch der wechselnde Gebrauch in verschiedenen Prozessen aufgrund steigender oder sinkender Produktionsvolumen ist möglich.