Roboter-Schweißsysteme für den Automobilbau

Der Schweißtechnikhersteller Fronius zeigt auf der Automotive Engineering Expo in Nürnberg intelligente Lösungen zum robotergestützten Schweißen in der Automobilindustrie. Zu sehen gibt es unter anderem die vielseitige Geräteplattform TPS/i Robotics. Das automatisierte und digitale MIG/MAG-Schweißsystem unterstützt eine ganze Reihe von Lichtbogenprozessen.

08. Mai 2017
Mit TPS/i CMT Robotics zeigt Fronius auf der Automotive Engineering Expo ein Roboter-Schweißsystem, das die Vorteile seiner neuen Geräte-Plattform mit einem stabilen Lichtbogen vereint. (Bild: Fronius)
Bild 1: Roboter-Schweißsysteme für den Automobilbau (Mit TPS/i CMT Robotics zeigt Fronius auf der Automotive Engineering Expo ein Roboter-Schweißsystem, das die Vorteile seiner neuen Geräte-Plattform mit einem stabilen Lichtbogen vereint. (Bild: Fronius))

Mit TPS/i CMT Robotics vereint Fronius die Vorteile seiner neuen Schweißgeräte-Plattform mit einem stabilen Lichtbogen. Das modular aufgebaute System besteht aus vernetzten und aufeinander abgestimmten Komponenten und ist speziell auf das robotergestützte Schweißen zugeschnitten.

Dynamische Drahtförderung

Die TPS/i-Stromquelle hat einen leistungsfähigen Prozessor sowie einen High-Speed-Bus, der einen schnellen Datenaustausch ermöglicht. Dadurch lassen sich schnelle Regelkreise realisieren. Zwei synchronisierte Drahtvorschübe sorgen für eine dynamische und präzise Drahtförderung und für hohe Stabilität.

Der CMT-Schweißprozess reduziert im Vergleich zu anderen MIG/MAG-Verfahren den Wärmeeintrag deutlich und erlaubt eine stufenlose Regelung von kalt auf heiß. Weniger Spritzer bei hohen Schweißgeschwindigkeiten sind das Ergebnis. Das breite Einsatzspektrum umfasst Dünn- und Mittelbleche von 0,5 bis vier Millimeter, Wurzelschweißungen und verzinkte Stahlanwendungen sowie Sonderverbindungen wie Kupfer, Zink, Stahl-Aluminium oder Titan.

Einfache Handhabung

Möglich ist diese Kombination durch den Push-Pull-Roboterschweißbrenner Robacta Drive TPS/i. Er überzeugt durch seine kompakte Baugröße und eine gute Zugänglichkeit. Dank seinem geringen Gewicht ist er prädestiniert für den Einsatz auf Robotern mit hohen Verfahrgeschwindigkeiten. Der modulare Aufbau erleichtert die Handhabung und vereinfacht die Lager- und Ersatzteilhaltung.

Auch mit anderen Schweißprozessen lässt sich die TPS/i Robotics kombinieren. Das LSC (Low-Spatter-Control)-Verfahren baut auf einen neuen Algorithmus auf und zeichnet sich durch eine hohe Lichtbogenstabilität und weniger Spritzer aus. Die Funktion "Einbrandstabilisator" hält bei Stickout-Schwankungen den Einbrand der Drahtvorschubgeschwindigkeit konstant. Das sorgt zum Beispiel bei Kehlnähten, die in steigender Position mit einer Pendelbewegung geschweißt werden, für eine gute Qualität.

  

 Funktionen verbessert

Darüber hinaus hat Fronius die bewährten Funktionen "Lichtbogenlängenkorrektur" und "Dynamikkorrektur" verbessert. Das Impulsschweißpaket PMC (Pulse Multi Control) bietet dem Anwender Zugriff auf eine große Bandbreite an Kennlinien, die die Möglichkeiten der TPS/i voll ausschöpfen. Eine verbesserte Pulskorrekturfunktion und eine einstellbare Hochstrompulsphase vereinfachen die Verwendung dieses Schweißverfahrens.