Resale Schlussbericht

Die Erwartungen mehr als erfüllt

07. Mai 2009

Drei Tage lang frequentierten Besucher aus aller Welt die Stände der 514 Aussteller auf der Resale 2009 in Karlsruhe. Mit 9.187 Besuchern aus 112 Ländern konnte das hervorragende Vorjahresergebnis nicht ganz erreicht werden. Starke wirtschaftliche Schwierigkeiten in einigen traditionellen osteuropäischen Besucherländern hinterließen ihre Spuren. So kamen etwa aus der Ukraine spürbar weniger Geschäftsleute als in den Vorjahren. Die Besucherzahl ist somit angesichts der weltweiten Turbulenzen auf den Märkten ein ausgezeichnetes Ergebnis. Rund 65 Prozent der Einkäufer reisten aus dem Ausland an. Knapp 70 Prozent haben bereits Maschinen gekauft oder werden nach der Messe ordern. In allen Angebotsbereichen wurden die Erwartungen der Aussteller übertroffen. Die ausstellenden Unternehmen sprachen von guten Geschäften und berichteten von hochqualifizierten Kontakten. Viele Firmen rechnen mit nennenswerten Abschlüssen im Anschluss an die Resale.

"Der Gebrauchtmaschinensektor ist ein stabilisierender Faktor im dramatischen Umfeld einer schrumpfenden Wirtschaft", analysiert Jens Nagel, Geschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Exporthandels (BDEx), Berlin. "Während es anderswo Einbrüche gibt, bewegt sich die Nachfrage nach Gebrauchten auf Normalmaß." Die Resale 2009 war eine lebhafte Messe, beurteilt Nagel das Geschehen in den Messehallen. "Es gab hohen Informationsbedarf, besonders über alternative Finanzierungsmöglichkeiten", verweist er auf die Tatsache, dass aufgrund schwierigerer Bankfinanzierungen das Geld knapper geworden ist. Der Bedarf an Gebrauchtmaschinen ist in jedem Fall vorhanden: Am BDEx-Stand war eine merkliche Nachfrage aus Westafrika, Zentralasien sowie dem Nahen und Mittleren Osten festzustellen. "Gerade in letztgenannter Region wird nach Equipment zum Ausbau der Infrastruktur gesucht", berichtet Nagel. "Im Nordirak gibt es zum Beispiel viele Projekte."