Renaissance der C-Pressen

Neue "Economy Line" von Heilbronn

Das Geschäft mit C-Gestell-Pressen wurde von vielen Herstellern in den vergangenen Jahren nicht eben forciert. Inzwischen erleben die günstigen Produktionshelfer jedoch eine Renaissance. Zu den „Trendbeschleunigern“ gehört die Heilbronn Maschinenbau, Heilbronn, die jüngst mit einer komplett neuen & pos;EconomyLine& pos;-Baureihe erfolgreich in den Markt gegangen ist.

22. Dezember 2003

Als anerkannter Branchenspezialist offeriert Heilbronn Maschinenbau ein breites Spektrum innovativer Technik für die Blechbearbeitung - von der Einzelmaschine bis zur kompletten Fertigungsanlage. Nur im Segment der C-Gestell-Pressen hatte man die Aktivitäten während der vergangenen Jahre ein wenig zurückgeschraubt. Erklärt Jens Mezger, Geschäftsführer des Unternehmens: „Im Prinzip haben die C-Gestellpressen die gesamte Geschichte unseres Unternehmens begleitet - allerdings in den vergangenen Jahren vornehmlich als integraler Bestandteil kompletter Bearbeitungsanlagen. Aufgrund dieses strategischen Ansatzes sind wir nie auf Stückzahlen gekommen, die eine Serienfertigung ermöglicht hätten. Und eben deshalb waren wir im Einzelgeschäft mit C-Pressen preislich schlicht und einfach nicht wettbewerbsfähig.“

Veränderte Märkte

Doch die Zeiten haben sich geändert. Zum einen generiert der ehedem „totgesagte“ Markt für C-Pressen noch immer stabile Verkaufszahlen. Zum anderen hat Heilbronn die eigenen Maschinen konsequent wertanalytisch überarbeitet und deren Konstruktion mitsamt aller Komponenten gleichermaßen modularisiert und standardisiert. Das Ergebnis wird unter der Marke „EconomyLine“ seit einigen Wochen bereits erfolgreich am Markt offeriert und repräsentiert eine komplett neue C-Pressen-Generation im Preßkraftbereich von 250 kN bis 1.600 kN.

Umfangreiche Serienausstattung

Besonderen Wert legt Jens Mezger in dem Zusammenhang auf die Feststellung, daß man keineswegs eine Billigpresse entwickelt habe: „Wir haben uns bei der Entwicklung der & pos;EconomyLine‘ an unserem eigenen hohen Leistungsanspruch orientiert und demnach ein Komplettpaket für den anspruchsvollen Kunden geschnürt, das in der Relation von Preis zu Performance nur schwer zu überbieten sein wird.“ Was sich hinter dem zitierten „Komplettpaket“ verbirgt, zeigt ein Blick auf die Liste der umfangreichen Serienausstattung beispielsweise der „EconomyLine“-Presse mit 1.000 kN, die mit einem im geschlossenem Ölbad laufenden Rädervorgelege, einer pneumatischen Kupplungs-Bremskombination sowie einem reversierbaren Antrieb über Drehstrommotor verfügt. Zudem ist diese Presse mit einem verstellbaren Hub, manueller Stößelverstellung, automatischer Fettzentralschmierung, einer Überlastsicherung im Stößel, einem pneumatischen Stößelgewichtsausgleich, der Pressenbedienung mit Zweihandschaltpult und Fußschalter sowie der sicheren Pressensteuerung gemäß Unfallverhütungsvorschriften EN 692 für manuelle Einlegearbeiten ausgestattet. Die elektrische Ausrüstung lautet: Siemens 400 V, 50 Hz, Ausführung nach VDE/EN, Schutzart IP 54, Steckdose für Bremsweg Kontrollgerät

Technische Daten

Nicht minder überzeugend liest sich eine Auswahl der technischen Daten dieser 1.000 kN-C-Gestellpresse von Heilbronn. Die Presse mit einer Nennpreßkraft von 1.000 kN verfügt über eine Hubzahl von 60/min, eine Ausladung von 350 mm, der Einbauhöhe von 300 mm, dem manuell verstellbaren Stößelhub von 8 bis 100 mm sowie der manuellen Höhenverstellung des Stößels von 80 mm. Die Stößelfläche beträgt 560 x 400 mm, die Stößelbohrung weist einen Durchmesser von 40 mm und eine Tiefe von 95 mm auf. Die Tischfläche ist mit 850 x 700 mm dimensioniert und die Antriebsleistung der C-Presse beträgt 7,5 kW.

„Nicht mehr, aber auch nicht weniger bietet die neue & pos;EconomyLine& pos; dem Kunden - inklusive unserer bewährten und schlagkräftigen Serviceorganisation“, so Jens Mezger, der den Preis für die 1.000 kN-Presse mit zirka 50.000 Euro angibt und damit die zuvor zitierte exzellente Preis/Leistungs-Relation deutlich unterstreicht. Allerdings werde sich Heilbronn parallel zur ,EconomyLine& pos; auch weiterhin um kundenindividuelle Problemstellungen kümmern, wie Jens Mezger abschließend betont - sei es nun ein größerer Tisch, ein längerer Hub oder irgendein anderes spezielles „Feature“. Das Eine zu tun, ohne das Andere zu lassen, heißt demnach fortan die Devise.

Erschienen in Ausgabe: 10/2003