Rekordjahr für Atlas Copco

Der schwedische Industriekonzern Atlas Copco hat im vergangenen Jahr weltweit elf Milliarden Euro umgesetzt: Es ergab sich ein Plus von neun Prozent gegenüber zum Vorjahr. Zum Jahresende 2015 beschäftigte die Atlas-Copco-Gruppe 43.114 Beschäftigte, etwa 1.000 weniger als zum Ende 2014. Der Betriebsgewinn stieg um rund 16 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern legte ebenso deutlich zu (zwei Milliarden Euro).

19. Februar 2016

Atlas Copco fertigt und vertreibt Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Bau- und Bergbauausrüstungen sowie Industriewerkzeuge und Montagesysteme. In Deutschland waren Ende 2015 unter dem Dach zweier Holdings (Atlas Copco Holding und Atlas Copco Deutschland) in 16 Gesellschaften 2.940 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 114 Auszubildende.

Sehr gut entwickelte sich das Servicegeschäft in allen Konzernbereichen. Insgesamt ist das Umsatzwachstum allerdings auf positive Währungseffekte zurückzuführen. In Europa stieß Atlas Copco auf robuste Nachfrage und verzeichnete ein moderates organisches Wachstum. Auch in Indien konnte der Konzern mehr Maschinen und Ausrüstung verkaufen.

Außerordentlich stark zeigte sich der Konzernbereich Industrietechnik (Umsatzwachstum +27 Prozent), der Industriewerkzeuge, Montagesysteme, Klebe- und Dosiertechnik sowie Stanznietsysteme anbietet. In Deutschland gehören in diese Sparte unter anderem Atlas Copco Tools Central Europe mit Sitz in Essen und SCA Schucker in Bretten. Der Konzern profitierte hier insbesondere von einem kräftigen Servicegeschäft sowie vom Wachstum der Automobil-, der Luftfahrt- und Elektronikindustrie.

 

Positiver Rückblick

Positiv war das Bild auch bei den Verkäufen von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, mit Ausnahme der Produkte für die Segmente Öl und Gas. Auch Ausrüstungen für die Baubranche sowie den Berg- und Tunnelbau wurden weniger nachgefragt.

Dagegen stieg die Nachfrage nach Dienstleistungen, Ersatzteilen und mietbarer Ausrüstung in diesem Konzernbereich. Einbußen waren unter anderem in China, Brasilien, Australien und den USA zu verzeichnen, während zum Beispiel Russland und Chile gegen den Trend zulegten.