Reine Luft im Fahrzeugbau

Nach der Vorstellung der Airtracker-Familie im vergangenen Jahr konnte Teka jetzt die internationale Marktdurchdringung vorantreiben. So hat der Hersteller allein in diesem Jahr mehrere hundert Monitoringsysteme an Händler und Endkunden verkauft.

22. August 2018
Schutz Fahrzeugbau setzt auf ein modernes Raumluftkonzept. Teka realisierte am Standort Kirchlinteln in zwei Hallen für 16 Arbeitsplätze eine BAFA-geförderte Lösung mit vier Airtechanlagen und zwei Airtrackern. (Bild: Teka)
Bild 1: Reine Luft im Fahrzeugbau (Schutz Fahrzeugbau setzt auf ein modernes Raumluftkonzept. Teka realisierte am Standort Kirchlinteln in zwei Hallen für 16 Arbeitsplätze eine BAFA-geförderte Lösung mit vier Airtechanlagen und zwei Airtrackern. (Bild: Teka))

Die Sensibilität für Industrie-4.0-Produkte für besseren Mitarbeiterschutz und mehr Energieeffizienz ist laut Teka zwar gestiegen, vielfach fehlt es jedoch noch an Aufklärung. Dennoch – die Nachfrage nach dem Airtracker nimmt aktuell zu und wird vor allem von zwei gesetzlichen Rahmenbedingungen beflügelt. So stellt die Absenkung des allgemeinen Staubgrenzwerts für lungengängige Stäube von 3 auf 1,25 Milligramm pro Kubikmeter Luft eine enorme Herausforderung für Teka-Kunden dar.

Übergangsfrist für Grenzwerte endet Ende 2018

Nur noch bis Ende 2018 haben Unternehmen Zeit, ihre Lüftungstechnik zu modernisieren, um für gesetzeskonforme Arbeitsbedingungen zu sorgen. Somit stehen Modernisierungen der Abluft- und Filtertechnik auf der Agenda vieler metallverarbeitenden Unternehmen. Die Investition in neue Abluft- und Filtertechnik kann durch das BAFA-Förderprogramm mit bis zu 30 Prozent Zuschuss aufgefangen werden.

„Aus vielen Schulungen wissen wir, dass das Ende der Übergangsfrist vielfach nicht bekannt ist. Auf der anderen Seite gibt es Hemmschwellen gegenüber der Förderbürokratie“, erklärt Simon Telöken, Juniorchef von Teka. „Deshalb sensibilisieren wir zur Grenzwertthematik, beraten, planen und begleiten bei Bedarf bei Fördermaßnahmen“, ergänzt Telöken.

Gesunde Luft im Fahrzeugbau

Der Airtracker kann in jedem Unternehmen nachgerüstet werden. Sinnvoll ist, das System bei Modernisierungen gleich von Anfang an mit einzubeziehen, wie bei dem Unternehmen Schutz Fahrzeugbau in Kirchlinteln. Der Hersteller fertigt in zwei Hallen mit 16 Mitarbeitern individuelle Fahrzeugaufbauten für Transporter und LKW-Fahrgestelle der Marken Peugeot, Mercedes, Fiat, Nissan, Renault und Opel.

Die Fahrzeugteile werden in beiden Hallen zusammengeschweißt und geheftet. Gefordert war ein neues Raumluftkonzept. Nach intensiver Beratung realisierte Teka in den zwei Hallen Lösungen mit vier Airtech-Anlagen, zwei Frequenzumrichtern und zwei Airtrackern.

Die Airtracker signalisieren durch ihre Ampelfunktion, wann die Grenzwerte überschritten werden, und können die Anlagen auch direkt ansteuern, um die Leistung anzupassen. Die Investitionskosten für dieses Projekt reduzierten sich dank der Förderung um rund 30.000 Euro. Durch die neue Lösung bietet Schutz Fahrzeugbau seinen Mitarbeitern einen optimierten Gesundheitsschutz und profitiert auch in puncto Energieeffizienz.

Airtracker im Bootstrailerbau im Einsatz

Wie der Airtracker gerade auch in kleinen Metallbetrieben genutzt werden kann, zeigt Kuhz Metallbau in Bad Doberan. Das Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Bootstrailerbau tätig. Weil an vier Arbeitsplätzen das Rauchaufkommen stark ist, sollte eine zusätzliche stationäre Absauganlage angeschafft werden. So wurde eine Blowtec von Teka installiert, die bei Bedarf über den Airtracker automatisch gesteuert wird. Der entstehende Rauch wird über Rohrleitungen und Ansauggitter erfasst, zur Filteranlage transportiert und gereinigt.

Die gereinigte Luft wird teilweise mittels Zwei-Wege-Verteiler nach außen abgeleitet. Der Umluftanteil der gereinigten Luft wird dem Raum über ein Ausblasmodul inklusive Weitwurfdüse zugeführt. Durch die kontinuierliche Umwälzung und Filterung der Hallenluft wird die Staubkonzentration gesenkt. „Im Zuge der Digitalisierung unseres Unternehmens war die Investition in den Airtracker zur Kontrolle und zur automatisierten Anlagensteuerung nur logische Konsequenz“, so Geschäftsführer Roland Kuhz.

„Der Airtracker ist keine Stand-Alone-Lösung. Er kann raumlufttechnische Lösungen wie die Airtech oder Anlagen anderer Hersteller steuern“, ergänzt Telöken. Bewusstsein für die Vorteile des digitalen Raumluftmonitorings zu schaffen, sei momentan noch Pionierarbeit, werde aber schon bald technischer Standard sein, ist sich der Produktentwickler sicher.