Quereinsteiger

CNC-Blechschneidanlage für den kleinen Geldbeutel

Die Firma Röder aus Amstetten - am oberen Ende einer der berühmtes-ten Eisenbahnstrecken Deutschlands, der Geislinger Steige, gelegen - war bisher für Industrievibratoren und Betonrütteltechnik bekannt. Anfang diesen Jahres wurde eine kleine, kostengünstige CNC-Blechschneidanlage (Plasma und Autogen) zur Serienreife entwickelt und erstmals auf der IHM in München präsentiert - mit großem Erfolg.

21. März 2001

Die „Röma 1200“ wird aus einem Baukastensystem individuell aufgebaut. Im Grundpaket sind folgende Komponenten enthalten:

Schneidtisch mit Maschinenachsen

Bohreinheit zum Vorzentrieren

Steuerung mit CAD/CAM-Anlage

Dieses Grundpaket kann der Kunde nach seinen individuellen Bedürfnissen um folgende Komponenten erweitern (lassen), um so eine maßgeschneiderte Lösung für seinen Anwendungsfall zu erhalten:

Plasmaschneidanlage

Autogenschneidanlage

Absaugung

Plasma oder Autogen plus Bohren

Durch Plasma werden Edelstahl, Aluminium, Stahl, Buntmetalle und andere elektrisch leitende Metalle - auch mit lackierter Oberfläche - problemlos geschnitten. durch stufenlos regulierbaren Schneidstrom und -abstand kann die Schnittqualität optimiert werden. Um die Wirtschaftlichkeit zu maximieren, wird die Plasmaschneidanlage in unterschiedlichen Leistungsklassen angeboten. Qualitätsschnitte werden in Blechen bis 40 mm, Trennschnitte bis 50 mm erreicht.

Unlegierte und niedriglegierte Stähle bis zu einer Blechdicke von 100 mm werden mit Autogenflammen geschnitten. Vorhandene Komponenten (aus einem Autogenschweißgerät) werden auch für das Schneiden verwendet.

Eine parallel zum Brennkopf angebrachte Bohreinheit ermöglicht es, Teile vorzuzentrieren. Damit erübrigt sich zeitaufwändiges Anreißen von Hand. Das ausgeschnittene Blechteil kann einfach und maßgenau weiterverarbeitet werden.

Sind die Platzverhältnisse in der Werkstatt beengt, kann die Röma 1200 auch ohne Schneidtisch geliefert werden. Dann weden die Maschinenachsen an ein Wandhalterungssystem gekoppelt, das bei Bedarf platzsparend zur Seite geschwenkt werden kann.

CAD und CNC

Einfache Bedienung war ein wesentliches Entwicklungsziel bei der Konzeption der Röma 1200. Das in die Maschine integrierte CAD/CAM-Modul sichert kurze Einlernphasen und effizientes Arbeiten. Die Blechkonturen werden direkt ins CAD-Programm eingegeben oder aus anderen CAD-Systemen über gängige Schnittstellen wie DXF oder DWG geholt. Ein Knopfdruck genügt, und die Daten gehen über eine Steuerung direkt auf die Maschine. Die zeitaufwändige CNC-Programmierung übernimmt die Anlage automatisch. Die Programme können auf Diskette oder PC-Festplatte gespeichert werden.

Das Beste für den Kunden Erwin Röder kümmert sich in jedem Einzelfall um die optimale Auslegung der Anlage nach den Kundenanforderungen. In einer eintägigen Schulung erhält der Anwender alle Informationen. Anschließend wird die Maschine gemeinsam in Betrieb genommen, um den wirtschaftlichen Einsatz zu gewährleisten.

Um dem eigenen Anspruch an höchste Qualität zu genügen, fertigt, montiert und kontrolliert Röder alle Teile im eigenen Hause.

Erschienen in Ausgabe: 08/2000