Projektmanagement bei Einzelfertigern

Das ERP-System ›RPS‹ kommuniziert ohne Schnittstellen mit den CAD-Systemen von Solidworks, Solid Edge und Inventor. Es ermöglicht eine detaillierte Projekt- und Produktionsplanung.

12. Juli 2019
Projektmanagement bei Einzelfertigern
Ressourcen sparen mit optimaler Projektplanung: Beispiel Projektplanung von RPS. (Bild: DPS Software)

Welche Anforderungen haben Unternehmen an eine digitale Lösung und worauf muss ein Fertiger achten? Nehmen wir als Beispiel die Herstellung einer Sondermaschine. Hierbei sind verschiedene Fachdisziplinen (Mechanik, Elektrotechnik, Softwareentwicklung) über die gesamte Projektphase involviert. Nach der Auftragserteilung gilt es, alles – von der Konstruktion bis zur Abnahme der Maschine – in die Planung mit einzubeziehen. Schnittstellen sollten vermieden und Daten abrufbar organisiert werden.

ERP-System mit Projektmanagement

Um Projekte professionell zu managen, dienen ERP-Systeme mit integriertem Projektmanagement. Die Effizienz eines solchen Tools ergibt sich durch den effektiven Einsatz der Daten, für die keine redundante Datenpflege getätigt werden muss. In einem Projekt wie etwa dem Sondermaschinenbau müssen viele Ressourcen geplant und organisiert werden. Ressourcen nennt man in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter, Maschinen, Werkzeuge, Materialien und Fremdleistungen, die in Einklang mit Lieferterminen und Kapazitäten gebracht werden.

Projekte effizient und kostengünstig abwickeln

Der erste Schritt besteht darin, die Geschäftsprozesse so zu gestalten, dass die Ressourcen optimal eingesetzt werden. Wie so ein Prozess aussehen kann, wird am Beispiel des Sondermaschinenbaus beschrieben: Zunächst muss die Entwicklung/Konstruktion der Maschine verabschiedet werden, bevor der Bedarf klar ist. Trotzdem müssen oft bereits vor oder während der Konstruktionsphase Langläuferteile wie Motoren oder spezielle Stahlteile bestellt werden.

Während der Konstruktion werden die Stücklisten kontinuierlich erweitert. Man spricht hier von wachsenden Stücklisten. So wird der Materialbedarf nach und nach an den Einkauf und die Arbeitsvorbereitung gegeben. Wichtig ist hierbei eine tiefe, bidirektionale Integration von CAD und ERP. Dadurch werden die Projektdurchlaufzeit verkürzt, Ressourcen eingespart und Fehlerquellen vermieden.

Kein Datensalat!

Ein wichtiger Punkt ist die Vermeidung einer doppelten Datenerfassung und die Sicherstellung gepflegter Daten. Wenn die Konstruktion Baugruppen und Bauteile zur Verfügung stellt, wird eine manuelle Aufbereitung der Stücklisten oder gar eine manuelle Artikelanlage im ERP-System überflüssig. Das heißt, alle Daten vom CAD bis zum ERP befinden sich in einem System. Auf PDM-Systeme kann verzichtet werden, da sämtliche Dateien der Zeichnungen vorgangsbezogen im Dokumentenmangement abgelegt sind.

Die Disposition der ermittelten Bedarfe wird im ERP-System vorgenommen. Dadurch werden Materialien als Bestellvorschlag für den Einkauf bereitgestellt. Der Einkäufer kann entscheiden, ob er die Bedarfe mehrerer Projekte aus Kostengründen zusammenfasst. Der Abgleich zwischen benötigten Mengen und den vorhandenen Bestellungen sowie die Ermittlung des Bedarfs für die Beschaffung erfolgt durch das ERP-System.

Der Einkauf sorgt dafür, dass das Material für die Unterbaugruppen zum passenden Zeitpunkt bestellt wird. Die Arbeitsvorbereitung plant die Fertigung und die Montage. Durch den parallelen Ablauf der Prozesse können bereits einzelne Baugruppen nach und nach gefertigt werden. Das ist ein enormer Zeitgewinn.

Zeit und Kosten unter Kontrolle

Projektleiter, Controller oder Geschäftsführer können permanent den Stand eines Projektes abfragen. Eine mitlaufende Kalkulation, die angefallene Kosten und erzielte Fortschritte abgleicht, gewährleistet Transparenz und Sicherheit für ein Unternehmen. Ermöglicht wird diese Übersicht, da alle Fäden zentral im Projektmanagementmodul zusammenlaufen und in Übersichten aufbereitet werden können. Dazu ist jedoch eine ERP-Lösung mit einer vernetzten Plattform notwendig.

Jeder, der Verantwortung für das Projekt trägt, hat seinen Status im Blick: der Projektleiter etwa die Einhaltung von Lieferumfang und Lieferzeit, der Controller die Einhaltung des Budgets. Die Echtzeitbuchungen der Materialentnahmen und deren Kosten erfolgt über mobile Scanner oder Tablets. Reisekosten oder externe Dienstleistungskosten werden ebenfalls direkt erfasst.

Nicht nur für Einzelfertiger attraktiv

Projektmanagement kann ebenso bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten attraktiv sein. Die Produktentstehung geht damit nahtlos in die Serienphase über. Daneben können die Überarbeitungen der vorhandenen Produkte organisiert werden. Neben Herstellern von Kleinserien können auch Serienfertiger von diesem Tool profitieren.

Wie finde ich den richtigen Partner?

Zur Einführung solcher Abläufe ist neben der fachlichen Eignung des ERP-Systems auch die Expertise eines kompetenten Partners für die Implementierung ausschlaggebend für den Projekterfolg. Softwarelösungen sollten speziell für das produzierende Unternehmen angelegt sein. Denn die Programmierung von Zusatzmodulen macht die Lösungen anfällig, teuer und schwer aktualisierbar.

Ein Softwarepartner benötigt daher Kompetenz sowohl in der Produktentwicklung und Produktion als auch im ERP-Bereich. Und optimalerweise hat er Berater, die ein Netz an Geschäftsstellen haben, sodass Schulungen und Support vor Ort kein Problem sind.

Lösung für fertigende Unternehmen

Das ERP-System ›RPS‹ kommuniziert direkt und ohne Schnittstellen mit den CAD-Systemen von Solidworks, Solid Edge und Inventor. Beginnend mit einem integrierten CRM-System für die Verwaltung von Kundendaten und Verkaufschancen bis zur integrierten Finanzbuchhaltungssystem ist alles in einer Software. Egal, ob Business Intelligence, Projektmanagement, Qualitätsmanagement oder ein Dokumentenmanagementsystem – alle wichtigen Bausteine sind in einem System vereint.

Das integrierte Planungsmanagement ermöglicht eine frühzeitige und detaillierte Sicht auf die Projekt- und Produktionsplanung. Die Durchgängigkeit in der Planung ermöglicht eine permanente Kosten- und Fortschrittskontrolle. RPS stellt standardmäßig Tools zur Personalisierung, eine integrierte Workflow-Engine zur Prozessgestaltung und einen Report Designer zur Verfügung.

Guido Kulmus, Head of Supply Chain Management bei Set Power Systems, ist von RPS überzeugt: »Mit dem System können wir die wachsenden Anforderungen der Zukunft problemlos abbilden.«

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