Profilprojektor beschleunigt und vereinfacht Prüfungen

Timex, Amerikas führender Uhrenhersteller, ist in Europa mit einem Entwicklungsstandort (in Pforzheim) und mit einer französischen Tochtergesellschaft vertreten: Die Fralsen Horlogerie S.A. in Besançon stellt mechanische Uhrwerke her und produziert somit sehr kleine Komponenten in hoher Stückzahl.

06. August 2013

An alle Komponenten werden sehr hohe Anforderungen in Bezug auf Maßhaltigkeit gestellt. Das gilt für Spritzgussteile aus Kunststoffe ebenso wie für Zahnräder, Wellen und Nieten, die spanabhebend gefertigt werden, und für die Federn, die in jedem Uhrwerk die Energie speichern.

All diese Präzisionsteile müssen mit Kontaktfühlern (Komparatoren, Cary-Geräten, Tastspindeln) und optischen Systemen geprüft werden. Typische Toleranzen liegen bei 15 μm für die Konzentrizität und bei ± 10 μm für Mittelpunktabstände und Längen. Pro Teil gibt es mindestens fünf kritische Messpunkte.

Ursprünglich benutzte Fralsen unterschiedliche Messsysteme, um fertigungsbegleitend die Bemaßung der Bauteile zu prüfen. Aber es gab „pain points“, die eine Investition in neueste Prüftechnik erforderlich machten. Sylvain Scotto, im Unternehmen zuständig für die Qualitätssicherung: „Unsere Werkstattmikroskope liefern zwar genaue Messungen. Sie sind aber schwierig zu bedienen und man muss einen Referenzpunkt zum Ausrichten setzen. Aufgrund der manchmal langen Prüfzeiten erlauben unsere Schablonen und Projektoren auch die Messung von nur einer begrenzten Zahl von Teilen und es besteht immer das Risiko einer Fehlinterpretation.“

Deshalb suchte Fralsen nach einer moderneren und effizienteren Prüfeinrichtung, die mehr Teile in weniger Zeit prüft. Zudem sollte das Gerät auch von Nicht-Spezialisten bedient werden können und die Messungen aufzeichnen.

Nach einer intensiven Marktrecherche fiel die Entscheidung auf den Profilprojektor IM-6500 von Keyence. Dieses Prüfsystem ist einfacher zu bedienen, spart Zeit und eliminiert Abweichungen in der Interpretation der Messungen. Die Ergebnisse werden anschaulich als grün (gut) oder rot (schlecht) dargestellt.

Die neuen Profilprojektoren der Modellreihe IM-6500 von Keyence arbeiten sehr zuverlässig und geradezu blitzschnell. Der Bediener muss nur das Zielobjekt auflegen und einen Knopf drücken. Bis zu 99 Punkte werden innerhalb von Sekunden mit einer Wiederholgenauigkeit von ±1 Mikrometer gemessen.

Das Messgerät erfasst und misst Objekte unabhängig von ihrer Position oder Ausrichtung, und das Geschick des Bedieners hat keinen Einfluss auf die Messergebnisse. Dank der Form-Erkennungsmethode Ipass bestimmt das System Position und Winkel der Zielobjekte und automatisiert somit den Messprozess.

Die Verantwortlichen von Fralsen sind mit dem neuen Messsystem vollständig zufrieden. Sylvain Scotto: „Wir können gleichzeitig mehrere Teile messen und es besteht keine Notwendigkeit zum Ausrichten mehr, weil das System die Geometrie jedes Teil erkennt. Ferner können wir die Ergebnisse speichern und dokumentieren. Weil das System die Profile der Teile mit aus CAD-Dateien importierten Master-Profilen vergleichen kann, müssen wir nun nicht mehr Schablonen auf Teile legen und Formabweichungen per Augenschein feststellen. Das Gerät tut dies automatisch und stellt die Kontur mit den Abweichungen und den zugelassenen Toleranzen dar."

Auch mit der Inbetriebnahme des Profilprojektors ist Sylvain Scotto zufrieden: „Es war einfach, das System einzurichten. Man muss nur fokussieren und das Programm für das zu prüfende Teil laden.“ Inzwischen setzen alle Techniker in der Qualitätssicherung die Maschine zur Endkontrolle ein, bevor die Teile ins Lager gehen. Die Maschinenbediener bei der spanabhebenden Bearbeitung benutzen die IM-6500 auch für fertigungsbegleitende Messungen: „Das Programm ist ausgesprochen benutzerfreundlich. Die kürzeren Prüfzeiten erlauben uns auch, eine höhere Maßhaltigkeit zu erreichen und so die Qualität der auszuliefernden Teile zu verbessern. Bislang haben wir nicht eine einzige Kundenreklamation zu den auf der Maschine gemessenen Teilen erhalten.“