Produktionsstandorte sichern

Manufacturing Execution Systems - Fertigungsmanagementsysteme

22. November 2007

Die Richtlinie VDI 5600 Blatt 1 befasst sich mit sog. Manufacturing Execution Systems (MES), die eine wesentliche Voraussetzung für das moderne, integrierte Fertigungsmanagement bilden. Systeme dieser Art ermöglichen eine detaillierte und zeitrichtige Erfassung aller wesentlichen Parameter des Produktionsprozesses, ihre Analyse und die Generierung und Umsetzung von Produktionsplänen, die das tatsächliche Produktionsgeschehen berücksichtigen. Mittels MES wird eine Datenbasis erzeugt, die eine Rückverfolgbarkeit aller Vorgänge und die Transparenz der Prozesse sicherstellt und ihre Optimierung ermöglicht. Auf diese Weise lässt sich die Produktivität oft deutlich steigern und die Rentabilität an vielen Produktionsstandorten erreichen. Die Richtlinie VDI 5600 Blatt 1 beschreibt acht typische MES-Aufgaben und wendet sich in erster Linie an potenzielle MES-Anwender in produzierenden Unternehmen, also z. B. Fertigungsleiter oder Arbeitsvorbereiter. Neben der Einordnung dieser Aufgaben im Kontext der Produktionsprozesse und Teilprozesse wird in der Richtlinie auch der Nutzen ausführlich beschreiben, den Anwender durch den Einsatz von MES erwarten darf. Ein fundierten Überblick über die Wirkweise und die Potenziale von MES, ohne die Einarbeitung in informationstechnische Details solcher Systeme, ermöglicht diese Richtlinie. Des Weiteren liefert sie eine neutrale Beschreibung des möglichen „Leistungsumfangs“ von MES und kann als Basis zur Erstellung von Lasten-/Pflichtenheften für Systeme dieser Art dienen. Die Richtlinie VDI 5600 Blatt 1 wurde vom Fachausschuss „MES“ des VDI-Kompetenzfeldes Informationstechnik erarbeitet und ersetzt den Entwurf von August 2006. Sie ist ab Dezember 2007 in deutsch/englisch verfügbar und beim Beuth Verlag, Berlin, zum Preis von 89,80 € erhältlich. Weitere Informationen und Onlinebestellungen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de.